Die Bamberger Grünen sind sauer. Sie werfen dem Oberbürgermeister der Stadt, Andreas Starke (SPD), vor, einen Antrag der GAL-Fraktion ausgebremst und damit die finale Positionierung der Stadt beim Bahnausbau maßgeblich beeinflusst zu haben.

Ursula Sowa will deshalb Einspruch gegen das Abstimmungsprozedere bei der Regierung von Oberfranken einlegen. Sie wirft Starke vor, einen grünen Antrag ungerechtfertigt nicht zur Abstimmung zugelassen zu haben. Die Begründung Starkes, ein anderer Antrag sei weitergehend gewesen als der grüne, lässt Sowa nicht gelten. Die GAL-Fraktion wollte die Variantenentscheidung offen lassen und damit verknüpft den gleichen Forderungskatalog an die Bahn richten.

Doch dazu kam es nicht. Eine Mehrheit von 29 Stadträten sprach sich dafür aus, der Empfehlung des Gutachters für die oberirdische Durchfahrung zu folgen. Sollte Sowa mit ihrem Einspruch bei der Aufsichtsbehörde Recht bekommen, könnte es sein, dass die Stadt die Abstimmung wiederholen muss.

Auch Norbert Tscherner sieht sich am Tag nach der Abstimmung mit Vorwürfen von Tunnel-Anhängern konfrontiert. Diese kritisieren, dass der bekannte Bamberger Bürger-Block-Vorsitzende seinen eigenen Ideen von der Volluntertunnelung untreu geworden sei.

Was ist dran? Und was sagt Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) zu den Vorwürfen der GAL? Einen ausführlichen Hintergrundbericht über die Positionen und das Abstimmungsprozedere im Stadtrat lesen Sie hier.