Die Kontrolle über seinen Segelflieger verlor am Sonntagmittag ein Flugschüler im Landkreis Bamberg. Er kam, wie ein Sprecher der Polizei Ebermannstadt zwei Stunden nach dem Absturz sagte, mit "mittelschweren Verletzungen" davon.

Der Segelflieger war in der Nähe der Ortschaft Kalteneggolsfeld (Landkreis Bamberg) am Waldrand abgestürzt. Um dem 57-jährigen Flugschüler zur Hilfe zu eilen, war unter anderem auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.


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Schüler im Alleinflug

Der Flugschüler war vom Flugplatz Feuerstein (bei Ebermannstadt) zu einem Alleinflug gestartet. Wie der flugsachverständige Polizeisprecher erläuterte, hatte der Pilot "eine Platzrunde gedreht"; hatte dann bemerkt, dass er zu niedrig unterwegs war - und hatte "eine Außenlandung" versucht. "Dabei kam es in einer Rechtskurve zu einem Strömungsabriss", sagte der Polizeisprecher. Der Unfall sei nicht der Unerfahrenheit des 57-jährigen Piloten zuzuschreiben. "Dass einem Segelpiloten die Thermik ausgeht, das kommt schon mal vor. Ein Strömungsabriss und der Versuch, auf einem Feld zu landen, ist nichts Ungewöhnliches."


Zeugin alarmierte Retter

Wenn der Segelflieger hoch genug fliege, könne der Pilot das Flugzeug abfangen. Doch im Falle des 57-jährigen Flugschülers vom Feuerstein war der Segelflieger zu niedrig. Das Flugzeug schlug im Feld auf, drehte sich in Richtung Wald und blieb am Waldrand liegen.
Rettungskräfte und Polizei waren schnell vor Ort, weil eine Zeugin den Absturz beobachtet hatte. Ein Polizeihubschrauber aus Roth war zufällig in der Nähe und unterstützte den Einsatz. Der Verunglückte wurde vom Notarzt versorgt und von einem Rettungsfahrzeug in das Klinikum Bamberg gebracht. Das Segelflugzeug des Flugschülers war bei der missglückten Landung völlig zerstört worden.
Die Polizei in Ebermannstadt schätzt den Totalschaden auf rund 15.000 Euro.