Teamgeist, Spaß miteinander haben und die ein oder andere feuerwehrtechnische Übung im Hintergrund - darum soll es bei einem Gaudi-Jugendleistungsmarsch gehen. In diesem Jahr fand diese Veranstaltung für den Feuerwehrnachwuchs im Landkreis Bamberg in Strullendorf statt. Als Schirmherr fungierte Strullendorfs Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU).

Kreisjugendwart Edgar Dünkel zeigte sich am Nachmittag sehr zufrieden mit dem von der Feuerwehr Strullendorf ausgearbeiteten Parcours mit zwölf Stationen. Rund 5,6 km hatten die 226 Jugendlichen in 66 Gruppen mit ihren Jugendwarten und Betreuern zu bewältigen.

Ganz gleich ob beim Feuerwehrstiefelkicken, beim Schlauchkegeln oder beim Sommer-Skilaufen mit vier Personen gleichzeitig - bei einigen Stationen war manchmal einfach das sprichwörtliche Quäntchen Glück für das Ergebnis verantwortlich. Mit Teamgeist beim Sackhüpfen in Big-Packs erreichte unter anderen die Mädchen-Gruppe aus Gräfenhäusling ein super Ergebnis. Da konnten sogar von den männlichen Mitstreitern respektvolle Blick beobachtet werden.

Gar nicht so einfach war der Hindernis-Parcours an der Strullendorfer St.-Laurentius-Kirche, den jede Gruppe mit einer Krankentrage und einer Schüssel Wasser zu absolvieren hatte. Die höchste Zahl an Wertungspunkten gab es für die Gruppe, die am meisten Wasser in der vorgeschriebenen Zeit ins Ziel bringen konnte. Ein gewisses Augenmaß und handwerkliches Geschick erforderte das Absägen von einem 200 Gramm schweren Holzstück an einer anderen Station. Als Anschauungsobjekt diente lediglich ein 342 Gramm schweres Stück. Natürlich durften die Stationen mit der Kübelspritze nicht fehlen. Sie sorgten dann für die nicht immer geplante Abkühlung der Teilnehmer bzw. die der Schiedsrichter und Betreuer.


Bälle fangen mit dem Helm

Mathias Möhrlein von der ausrichtenden Feuerwehr zeigte sich äußerst positiv überrascht über das Geschick der Jugendlichen. Bei einer von ihm entworfenen und betreuten Station mussten mit einem Strahlrohr Tennisbälle in die Luft gebracht werden, die von zwei Teammitgliedern mithilfe von alten Feuerwehrhelmen gefangen werden mussten. Beim Probedurchgang am vergangenen Sonntag "waren die Ergebnisse im Vergleich dazu eher dürftig".

Der Kreisjugendwart freute sich über die gute Mischung von bekannten Aufgaben an den Stationen, aber auch über neue Herausforderungen für die Jugendlichen genauso wie Kreisbrandinspektor Reinhold Schumm und Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann. Mancher der anwesenden Führungsdienstgrade erinnerte sich an diesem Tag gerne an so manchen Gaudileistungsmarsch aus seiner eigenen aktiven Zeit.

Solche Veranstaltungen sollen neben der Teamerfahrung dazu dienen, dass sich die Jugendlichen untereinander besser kennenlernen. Damit sie, wenn sie einmal im aktiven Dienst sind, bei einem Großschadensereignis schon wissen, wer der Feuerwehrkollege an ihrer Seite ist.

Groß war der Jubel in der voll besetzten Strullendorfer Feuerwehrhalle, als dann am späten Nachmittag die Sieger verkündet wurden. Es gewann die Gruppe 3 von der Feuerwehr Buttenheim, gefolgt von der Gruppe 1 aus Viereth und den Jugendlichen von der Gruppe 2 aus Priesendorf. Auch Landrat Johann Kalb (CSU) war vor Ort, um den Siegern zu gratulieren.