Hiobsbotschaft für viele T-Systems-Mitarbeiter in Franken: 10 000 Stellen sollen bis 2020 weltweit eingespart werden, allein 6000 in Deutschland. Von den 230 Niederlassungen in Deutschland sollen nur 20 erhalten bleiben. Droht den Standorten Bamberg (laut Ver.di rund 160 Mitarbeiter), Nürnberg (180 Mitarbeiter) und Würzburg (20 Mitarbeiter) die Schließung?
Der Bamberger Sprecher der Gewerkschaft Ver.di, Helmut Doser, geht fest davon aus. Zwar habe es von der Konzernspitze keine konkreten Aussagen über die betroffenen Standorte gegeben, aber: "Wenn von 230 Standorten nur die acht oder 20 größten übrigbleiben sollen, kann man sich das ausrechnen." Die Geschäftsführung plane laut Doser, nur die größten Niederlassungen zu erhalten.

T-Systems hat als Dienstleister im Bereich der IT-Sicherheit und der Cloud-Speicherung etwa 37 000 Beschäftigte, davon etwa 18 000 in Deutschland. Laut Doser sollen 3000 nach Indien, weitere 3000 nach Osteuropa verlegt werden. Die Gewerkschaft Ver.di hat bereits angekündigt, Widerstand gegen die Sparpläne zu leisten. "Bei den Beschäftigten in Bamberg herrscht natürlich eine große Betroffenheit und Unsicherheit", berichtet Doser.