Auch die 56. Bamberger Ruderregatta am Main-Donau-Kanal war ein sportliches Großereignis, welches sich auf dem Regattagelände am Main-Donau-Kanal in der Nähe von Bug am vorigen Wochenende mit großem Erfolg in Szene setzte. Basis dafür waren eine vorbildliche Vorbereitung und Durchführung sowie vor allem eine Regattastrecke, die aufgrund ihrer Lage und Ausgestaltung nach Meinung von Experten zu einer der besten in Deutschland gehört.
Dementsprechend hoch war auch diesmal die Beteiligung, obwohl der Wettbewerb aus verschiedenen Gründen gegenüber den letzten Jahren deutlich früher in der Saison ausgetragen wurde. Rund 400 Sportler mit über 600 Startmeldungen aus 60 Vereinen waren angetreten, um sich in über 200 Rennen vom Einer bis zum Achter in allen gängigen Bootsklassen zu messen.
Zahlenmäßiger Schwerpunkt bei den Athleten waren dabei die Kinder und Junioren, die mit über 260 Aktiven vertreten waren. Gleich zu Beginn zeigten die Jungen und Mädchen in den Altersklassen 13 und 14 Jahre beeindruckende Leistungen auf der 3000-Meter-Strecke. Ein besonderes Rennen lieferte dabei der Doppelvierer mit Steuermann der Bamberger Rudergesellschaft (BRG) mit Merle Mahr, Rosa Marie Thiele, Eric Rudolph, Luis Palatzky und Steuermann Friedrich Heger. Ohne direkte Konkurrenten fuhren sie alleine gegen die Uhr mit 13:18:18 Minuten ein Ergebnis unterhalb der Zeitvorgabe des Bayern-Kaders ein und durften sich im Ziel über entsprechende Medaillen freuen.
Ein knappes und spannendes Rennen gab es im Jungen-Doppelvierer, wo sich Henri Hamelmann, Marek Leonhard Schicker, Luis Lambert, Frederick Zapf und Steuermann Jonathan Hengstermann von der BRG nur um Haaresbreite dem Ruderverein Nürnberg geschlagen geben mussten. "Wir nutzen die Regatta zum sportlichen Aufbau der Kinder unter Wettbewerbsbedingungen und zur Qualifizierung für die Bundeswettbewerbe des Deutschen Ruderverbandes", beschreibt BRG-Kindertrainer Paul Berard die Zielsetzung für die Teilnahme seiner Schützlinge an der Regatta.


Schweizer siegt ungefährdet

Ebenso sieht es im Juniorenbereich aus, für den Jugendtrainer Arno Wehle die Verantwortung hat. Mit Felix Schweizer zeigte einer aus seiner Gruppe im Junioren-Einer der Leistungsgruppe II einen ungefährdeten Sieg über 1500 Meter mit einer Zeit von 5:56:67 Minuten.
Neben der sportlichen Herausforderung steht gleichrangig der familiäre Charakter des Wettbewerbes. Er komme hauptsächlich zur Regatta um frühere Mitruderer wieder zu treffen, mit denen er lange Zeit in Berlin im Vierer gefahren sei, führte ein Sportler des Ruderclubs Tegel einen der Gründe für sein Kommen an. Regattaleiter Jürgen Nass zog ein überaus zufriedenes Resümee: "Obwohl wir die Regatta vorgezogen haben, gab es kaum Einbußen bei den Anmeldungen."
Die erfolgreichsten Vereine waren der Münchener RSV Bayern und der RV Esslingen mit jeweils 18 Gesamtsiegen, gefolgt vom RV Erlangen mit 16 Siegen. Der älteste Teilnehmer brachte 80 Lebensjahre mit ins Boot. red