Patrick Heckmann wird dem deutschen Basketball-Meister Brose Bamberg in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Der 25-Jährige hat sich am vergangenen Sonntag beim Spiel gegen München eine Verletzung der linken Schulter zugezogen, die eine Operation unumgänglich macht. Heckmann wird sich diesem Eingriff nun schnellstmöglich in Bad Neustadt unterziehen.
Dies teilte der Klub am Freitag mit. Damit erweitert der deutsche Nationalspieler das Brose-Lazarett der Langzeitausfälle. Bryce Taylor fehlt dem Team seit Anfang Dezember. Der (Noch)-Amerikaner wird in dieser Saison wohl nicht mehr spielen, nachdem er sich an der Wade hat operieren lassen müssen.
Elias Harris hat gar nur die ersten drei Bundesliga-Spiele bestritten und wird aufgrund seiner anhaltenden Knieprobleme in dieser Spielzeit wahrscheinlich auch nicht mehr zum Einsatz kommen.
Luka Mitrovic soll nach seinem letzten Einsatz Ende November gegen Valencia nach auskurierter Knieverletzung kurz vor einem Comeback stehen. Doch der Serbe belastet in der Bundesliga das Ausländerkontingent, das pro Spiel auf sechs begrenzt ist. Im Kader der Bamberger stehen derzeit neun Nicht-Deutsche, von denen sieben (Dejan Musli, Augustine Rubit, Aleksej Nikolic, Nikos Zisis, Dorell Wright, Ricky Hickman und Daniel Hackett) derzeit einsatzfähig sind.
Mit Heckmann fällt ein Spieler mit deutschem Pass aus, so dass sich dieses Kontingent auf vier Stammspieler (Radosevic, Lo, Staiger und Olinde) reduziert. Vom Farmteam Baunach füllte zuletzt Eddy Edigin noch das dezimierte Bamberger Team auf. Umso schwerer wiegt der Ausfall von Heckmann, der nach einem Tief zu Saisonbeginn seine Leistung kontinuierlich gesteigert hat und immer mehr zu einem Faktor in der Mannschaft von Coach Andrea Trinchieri wurde.
"Verletzungen gehören zum Sport dazu. Natürlich ist es bitter, dass es gerade jetzt passiert", sagte Heckmann und blickt bereits nach vor. "Ich weiß aber, dass ich bei den Ärzten in Bad Neustadt und anschließend bei unserer medizinischen und physiotherapeutischen Abteilung in besten Händen bin."
Vereinsgeschäftsführer Rolf Beyer fühlt mit seinem Spieler: "Es tut mir für Patrick unheimlich leid. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er sich in den letzten Wochen zu einem festen Anker unserer Rotation entwickelt. Umso schmerzlicher wiegt nun der Verlust. Wir werden alles dafür tun, dass er noch stärker zurückkommt. Zunächst aber geben wir ihm alle Zeit, die es braucht, um seine Verletzung vollständig auszukurieren."