Mit Maodo Lô ist dem amtierenden deutschen Basketball-Meister Brose Bamberg ein weiterer Coup gelungen. Von der halben Liga gejagt, unterschrieb der 23-jährige, gebürtige Berliner nun einen Dreijahres-Vertrag in der Domstadt.

"Ich freue mich darauf, meine professionelle Karriere in Bamberg zu beginnen. Ich bin mir der Herausforderungen bewusst. Ich bin motiviert, bereit hart zu arbeiten, zu lernen und mich zu verbessern. Ich wünsche mir, mit der Mannschaft erfolgreich zu spielen und dabei bestmöglich helfen zu können", erklärte Lo bei seiner Vorstellung.

Auch Sportdirektor Daniele Baiesi ist begeistert von dem Neuzugang. Lo sei "Geschickt, hungrig, Ziele im Auge habend: nach diesen drei Charakteristiken haben wir gesucht und alle drei bei Maodo gefunden. Wir sind sehr froh, ihn in der Brose-Familie begrüßen zu dürfen". Der Italiener bezeichnete Lo, der bis vergangene Saison bei der Columbia University spielte, als "nächstes Projekt à la Heckmann". "Ebenso wie bei Patrick müssen wir aber immer im Hinterkopf haben, dass er zwar ein Spieler mit enormen Fähigkeiten und Ehrgeiz ist, aber noch wenig Erfahrung mit europäischem Basketball hat. Er hat noch nie ein Euroleague-Spiel gespielt, daher müssen und werden wir ihm Fehler zugestehen und verzeihen. Ich bin mir aber sicher, dass Freak City und die gesamte Brose-Familie alles dafür tun werden, damit sich Maodo schnell einlebt und uns allen Freude bereitet", so Baiesi.

Maodo Lô ist Sohn einer deutschen Mutter und eines senegalesischen Vaters. Er begann seine Karriere beim DBV Charlottenburg, der ab 2009 unter dem Namen Central Hoops in der NBBL spielte. Mit 19 Jahren ging der 1,91 Meter große Point Guard in die USA und spielte fortan in der NCAA für die Columbia University in New York. Dort stellte er mit 277 getroffenen Dreiern einen Rekord auf. In seiner letzten Collegesaison legte Lô 16,9 Punkte, 3,9 Rebounds und 2,9 Assists in durchschnittlich 33 Minuten Spielzeit auf. 2014 wurde er erstmals für die A-Nationalmannschaft der Herren nominiert und absolvierte seither 21 Spiele für den Deutschen Basketball Bund. Zuletzt spielte Maodo Lô in der NBA Summer League für die Philadelphia 76ers.


Kommt ein französischer Nationalspieler?

Glaubt man diversen Basketball-Internet-Portalen so ist Brose Bamberg auch bei der Suche nach einem Nachfolger für Brad Wanamaker fündig geworden. Der französische Nationalspieler Fabien Causeur scheint in Bamberg im Gespräch zu sein. Der 29-Jährige spielte in der vergangenen Saison für Laboral Kutxa und wäre auf beiden Guard-Positionen einsetzbar. Nach Nikos Zisis (Griechenland), Nicolo Melli (Italien) und Janis Strelnieks (Lettland) wäre Causeur der vierte europäische Nationalspieler im Bamberger Team. Hinzu kommen mit Daniel Theis, Lucca Staiger, Elias Harris, Patrick Heckmann und nun Maodo Lo fünf deutsche Nationalspieler.