Bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen in Berlin sind mit Anna Barth (Jahrgang 2006), Nikita Bergmann (2005) und Kevin Kertész (2003) drei Nachwuchstalente der SG Bamberg an den Start gegangen. Sie durften sich über eine ganze Reihe von Bestzeiten und guten Platzierungen freuen. An der fünftägigen Mammutveranstaltung mit Vor- und Endläufen für die Jahrgänge 2000 bis 2006 absolvierten 1412 Schwimmer aus 307 Vereinen, die die Pflichtzeiten gemeistert hatten, knapp 5000 Einzelstarts.
Vorjahresfinalist Kertész zeigte in der Hauptstadt durchwachsene Leistungen. Er hatte mit sieben Starts aber auch ein anstrengendes Programm zu absolvieren, vor allem vor dem Hintergrund, dass er im Frühjahr eine mehrwöchige Trainingspause hatte einlegen müssen. Ein hervorragendes Rennen zeigte er über 200 Meter Freistil: Hier schlug er in einer neuen persönlichen Bestzeit (2:01,75 Minuten) als Zehnter an und verpasste den Finaleinzug um gerade einmal 0,2 Sekunden.
Einen weiteren starken Auftritt legte er über 800 Meter Freistil hin und schlug mit neuer Bestmarke (9:06,35) als 13. an. Dabei fehlten ihm knapp drei Sekunden auf Rang 10. Das starke 800-Meter-Rennen ließ auch auf eine Topzeit über 1500 Meter Freistil hoffen: Jedoch hatte der Schüler während des Rennens mit Krämpfen zu kämpfen, die nur zu einer enttäuschenden Zeit (17:53,24) und Platz 26 führten. Einen weiteren Achtungserfolg erzielte er über 400 Meter Freistil: Nach einem nahezu perfekten Rennen schlug er in 4:20,94 Minuten als 14. an, wobei ihm hier lediglich 0,73 Sek. von Platz 10 trennten. Die 400 Meter Lagen beendete er in 5:02,33 Minuten auf Platz 15, wobei der Sprung unter die Top-10 mit der Einstellung seiner Bestzeit möglich gewesen wäre. Über 100 Meter Freistil sprintete er zu einer weiteren Bestzeit (56,35 Sek.) und auf Rang 23. Die 50 Meter Rücken legte er in 30,32 Sek. zurück - Platz 34.
Nikita Bergmann hatte sich über ihre beiden Hauptstrecken 50 und 100 Meter Brust für ihre ersten deutschen Titelkämpfe qualifiziert. In Berlin zeigte die Debütantin zwei tadellose Auftritte mit persönlichen Rekorden: Über 100 Meter Brust unterbot sie erstmals die Marke von 1:20 Minuten und belegte in 1:19,48 Platz 14. Über 50 Meter Brust setzte sie einen weiteren Glanzpunkt und schwamm in 36,00 Sekunden auf Platz 12, womit sie gar auf der Reserveliste für das Jahrgangsfinale stand, das sie um 0,28 Sekunden verpasste.
Anna Barth ging im Mehrkampf an den Start; die 60 schnellsten Schwimmerinnen über 200 Meter Lagen waren hier startberechtigt. Barth entschied sich für den Fünfkampf, womit sie 50 Meter Delfin-Beine (49,28 Minuten/13. Platz) sowie 100 Meter Schmetterling (1:18,22/13.) und 200 Meter Schmetterling (2:46,62/8.) absolvierte. Dazu kamen die obligatorischen 200 Meter Lagen (2:40,00/34.) und 400 Meter Freistil (5:12,36/49.) für alle Mehrkämpfer. Bei all ihren Starts überzeugte sie mit neuen Bestzeiten. Mit 2031 Punkten umgerechnet kam sie im Schmetterlingsmehrkampf auf Rang 13. Die Bamberger SG-Trainer Tushar Sikdar und Michael Schorr waren mit dem Abschneiden ihres kleinen Teams sehr zufrieden.