In der bisherigen Saison der Fußball-Bayernliga waren die Spiele mit Beteiligung der SpVgg Jahn Forchheim und der DJK Don Bosco Bamberg immer ein mit vielen Toren garniertes Spektakel. Das direkte Duell am Mittwochabend enttäuschte dagegen über weite Strecken die 523 Zuschauer. Bis Christopher Kettler spät für den Sieg der Gäste sorgte.


Wenig Tempo, kaum Chancen

Ob es an der Belastung der letzten Wochen gelegen hat? Fünf Spiele in 17 Tagen haben Forchheim und Don Bosco inklusive der Mittwochspartie zum Start in die Bayernliga absolviert. Ein straffes Programm, das womöglich seine Spuren hinterlassen hat. Ein hohes Tempo schlug jedenfalls keines der Teams an. Aus Forchheimer Sicht nachvollziehbar, hatte der Jahn doch bereits elf Gegentore kassiert und wusste zudem um die Offensivstärke der Gäste.
So entwickelte sich zunächst ein recht planloses Geschiebe, viele Fehlpässe prägten das Bild. Die ersten Annäherungen an das gegnerische Tor endeten noch harmlos. Gefährlich wurde es erst, als Tom Jäckel abzog, in DJK-Keeper Julian Glos aber seinen Meister fand (16.). Nach rund 30 Minuten kamen auch die Gäste zu einer ernstzunehmenden Gelegenheit, doch der noch abgefälschte Schuss von Nicolas Wunder flog knapp am Gehäuse vorbei. Nur Sekunden später hatte Jens Wartenfelser auf der Gegenseite die Führung auf dem Schlappen, wurde bei seinem Drehschuss aus zehn Metern aber noch gestört. Mehr als ein Kullerball sprang nicht heraus. Und mehr sollten die Zuschauer bis zur Pause auch nicht geboten bekommen.
Etwas Fahrt nahm die Partie nach dem Seitenwechsel auf - vorerst mit Don Bosco in der bestimmenden Rolle. Eine Flanke aus dem Halbfeld segelte scharf nach innen, aus drei Metern kam Nicolas Esparza völlig frei zum Kopfball - setzte den Ball aber aus drei Metern tatsächlich noch über die Latte (51.). Die Zuschauer raunten, die Mitspieler rauften sich die Haare. Das hätte die Gästeführung sein müssen, oder zumindest der Auftakt in eine Phase, in der beide Mannschaften die Entscheidung suchen. Doch davon waren Forchheim und die DJK noch weit entfernt.
Steffen Müller zog in der 67. Minute zwar ab, Glos parierte aber. Zehn Minuten später kam Simon Schmoll für die DJK zum Abschluss, schaufelte das Spielgerät aber über den Kasten. Die Minuten tickten herunter, viel deutete auf die Nullnummer hin. Bis der eingewechselte Neuzugang Sayko Trawally auf Höhe der Eckfahne zum Tänzchen bat, aber von zwei Gegenspielern nicht gestört wurde. Seine Flanke landete in der Mitte auf dem Kopf von Christopher Kettler, der netzte ins kurze Eck zum 1:0 (87.) ein - sein sechstes Tor in dieser Saison. Mehr als einen Schuss von Timo Noppenberger brachte Forchheim in der Restzeit nicht mehr zustande.