Im ersten Spiel nach der coronabedingten Zwangspause unterlag der FC Eintracht Bamberg am Samstag in der Fußball-Bayernliga Nord mit 0:1. Der FC Eintracht Bamberg hielt 87 Minuten gut mit, verlor aber aufgrund einer überragenden Einzelleistung des Top-Stürmers Simon Snaschel in Unterzahl doch noch. Das war die bittere Erkenntnis der "Domreiter" nach 90 packenden Minuten in Großbardorf.

Dabei begann es gut für die Oberfranken. Nach knapp einem Jahr Punktspielpause fanden sie besser ins Spiel und setzten die Hausherren mit ihrem gewohnt laufintensiven Spiel gehörig unter Druck, ohne sich allerdings nennenswerte Chancen zu erspielen. Nach gut 20 Minuten hatten sich die "Gallier" auf diesen Spielstil eingestellt und versuchten dann oft mit langen Bällen, das Angriffspressing zu überwinden. Die Folge: viel Laufarbeit auf dem Feld mit vielen schnellen Richtungswechseln, so dass sogar Schiedsrichter Johannes Hamper zur Halbzeit verschwitzt bemerkte: "So viel bin ich in einem Spiel schon lange nicht mehr gelaufen."

Popp sieht die Ampelkarte

Nach dem Seitenwechsel ging der Abnutzungskampf auf beiden Seiten weiter. Herausgespielte Aktionen durch das Zentrum, in dem Bambergs verletzter Kapitän Marc Reischmann schmerzlich vermisst wurde, blieben die Ausnahme. Da zudem einige Gästespieler leicht angeschlagen in die Partie gegangen waren, gingen die Hoffnungen in Richtung Schlusspfiff und Punkteteilung.

Eine Gelb-Rote Karte für Felix Popp und die damit verbundene Unterzahl kippte dann das Spiel. Die Hausherren witterten ihre Chance und kamen kurz vor dem Schlusspfiff durch Torjäger Snaschel zum schmeichelhaften Siegtreffer. Mit drei Bambergern nahm es der Goalgetter auf und schloss dann mit einem überlegten Schuss ins linke Eck ab. Schlusspfiff, Erschöpfung und Enttäuschung bei den auf dem Boden liegenden Bambergern, lauter Jubel bei den Großbardorfern.

"Unter dem Strich bin ich wirklich nicht unzufrieden mit dem Auftreten meiner Mannschaft. Ich denke, wir haben verletzungsbedingt auf vielen Positionen umstellen müssen. Ulbricht, Reischmann, Müller, Pfeifer, Schmitt und Elshani waren leider nicht mit dabei. Das hat uns im Gegensatz zu den Vorbereitungsspielen Probleme gemacht", sagte FCE-Trainer Michael Hutzler. Seine mit knapp 20 Jahren extrem junge Mannschaft habe ihre Sache aber gut gemacht. "Leider Gottes haben wir dann jedoch zum Ende hin abgebaut, konnten natürlich nicht ganz so offensiv wechseln, wie ich mir das vorgestellt hätte. Wir kriegen dann in der 77. Minute die Gelb-Rote Karte, waren dann mit einem Spieler weniger kräftemäßig am Ende und haben dann das Tor bekommen durch Snaschel, der einfach in diesem Spiel den Unterschied ausgemacht hat", so Hutzler.

Weiter geht es für den FC Eintracht Bamberg am kommenden Samstag mit dem Qualifikationsspiel zur ersten Runde des Verbandspokals zu Hause gegen den Ligarivalen SpVgg Bayern Hof.red FC Eintracht Bamberg: Dellermann - Kaube, Popp, Kollmer (78. Jessen), Linz, Renner, Strohmer, Schmittschmitt, Nögel, Tranziska, Saprykin (81. Hofmann) / TSV Großbardorf: Schneider - Mangold, Kaufmann, Illig, Piecha, Weiß (56. Retih), Landeck, Strohmenger (78. Scheurig), Dinkel (56. Schwab), Müller, Schnaschel (90. Rützel) / SR: Hamper (Katschenreuth) / Zuschauer: 214 / Tor: 1:0 Snaschel (87.) / Gelbe Karten: Mangold, Illig, Schwab, Reith / Popp, Kollmer, Tranziska, Kaube, Renner, Strohmer / Gelb-Rote Karten: Illig (90.+3) - Popp (77.)