Gleich am Freitag (18.30 Uhr) hat der ASV Hollfeld (14.) die Chance, sich für die 0:4-Niederlage am Dienstag in Amberg zu rehabilitieren. Die Hollfelder bestreiten mit dem vorgezogenen Spiel gegen die SpVgg Selbitz (15.) gleichzeitig den Auftakt des sechsten Spieltages der Bayernliga Nord.
"Die Mannschaft wird die Niederlage in Amberg wegstecken, davon bin ich überzeugt", sagt ASV-Trainer Mario Herrmannsdörfer, der sein Team beim Spitzenreiter in der ersten Hälfte ebenbürtig sah. Gleichzeitig stellte er aber auch fest, dass sein Team eben nicht die Zielstrebigkeit an den Tag gelegt hat, die in dieser Liga nötig ist. "In dieser Klasse, zumal auswärts, wirst Du nicht viele Chancen in einer Partie bekommen. Die wenigen die sich bieten, musst Du dann aber auch nutzen", verweist Herrmannsdörfer auf die Amberger Effizienz in der ersten Hälfte. In der Tat kamen die Mendez-Schützlinge eigentlich nur zweimal gefährlich vor das ASV-Tor, was zu einem 2:0-Halbzeitvorsprung reichen sollte. "Dass meine Mannschaft dann in der Kabine geknickt war und es bei einem so starken Gegner schwer würde, das Blatt nochmals zu wenden, war klar. Die Tatsache, dass dann natürlich auch das Heimpublikum frenetisch hinter der eigenen Mannschaft gestanden hat, hat die Sache natürlich nicht einfacher gemacht." blickt Herrmannsdörfer zurück, um gleich nach vorne zu schauen.
Nach zwei Auswärtsspielen freut er sich wieder auf eigenem Terrain, mit dem eigenen Publikum im Rücken, auflaufen zu können. "Die Selbitzer sind derzeit in einer ähnlichen Situation wie wir. Die gingen ja als letztjährige Spitzenmannschaft mit einer ganz anderen Erwartungshaltung in die Saison und haben jetzt auch nur vier Punkte auf dem Konto." Neumarkt, Haibach, Ammerthal Aubstadt hießen vier der bisher fünf Gegner der Selbitzer. Damit hatten die Voigt-Schützlinge nahezu das gleiche Auftaktprogramm wie die "Rot-Schwarzen". Neben dem Heimpunkt zum Saisonstart gegen Forchheim gelang noch ein Sieg gegen Neumarkt, macht insgesamt vier Zähler.
Den Ergebnissen nach dürfte die Freitagspartie damit eine Begegnung auf Augenhöhe sein, die in gewisser Weise schon einmal richtungweisenden Charakter hat. Dessen ist sich auch Herrmannsdörfer bewusst, der mit seinem Team "Zähne zeigen und die Scharte vom Dienstag auswetzen" will. Dies gelang ja schon einmal nach der Partie in Ammerthal, als anschließend Haibach besiegt wurde. Die Stimmung im Team beurteilt der Hollfelder Übungsleiter nach wie vor als sehr gut. "Man muss einfach auch sehen, dass die Qualität in der Liga nochmals eine andere ist als im letzten Jahr. Da müssen wir in jedem Spiel an unsere Grenze gehen, um etwas zu erreichen und - dessen sind wir uns alle bewusst - es muss natürlich auch die Fehlerquote weiter reduziert und die Handlungsschnelligkeit erhöht werden. Dass es schwerer wird, Punkte zu erringen, daran müssen sich die Spieler, aber auch das ganze Umfeld, noch gewöhnen. Umso wichtiger ist es, dass alle hinter der Mannschaft stehen und sie unterstützen", appelliert Herrmannsdörfer auch an die Geduld der Fans.
Unmittelbar nach der Partie in Amberg absolvierte er mit seiner Mannschaft noch eine einstündige Regenerationseinheit und verordnete seinen Akteuren nach sehr intensiven Wochen ausnahmsweise zwei freie Trainingstage, um den Akku bis zum Selbitz-Spiel wieder aufladen zu können.
ASV Hollfeld: Ch. Wächter, Lang - A. Fuchs, Goller, Gubitz, Wagner, Dießenbacher, Eberlein, M. Fuchs, Görtler, Hollfelder, Hillemeier, Taschner, Jahrsdörfer, Schorn, Sommerer, Heißenstein