Während die Basketballer von Brose Bamberg in der Bundesliga immer mal wieder ins Straucheln geraten, gehen sie in der Champions League unbeirrbar ihren Weg. Seine Erfolgsserie will der in der Gruppe F noch ungeschlagene Tabellenführer am Dienstagabend (20 Uhr/Brose-Arena) fortsetzen und im fünften Spiel den fünften Sieg landen.

Während die Oberfranken bereits das Ticket für die Runde der besten 16 Teams in der Tasche haben, kämpfen die Basken noch ums Weiterkommen. Sie haben bislang zwei Siege gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Bologna auf dem Konto und können mit zwei deutlichen Siegen in den beiden noch ausstehenden Partien sogar noch Gruppensieger werden. Den ersten Platz möchten die Bamberger aber nicht mehr hergeben. Denn dieser würde ihnen für die Auslosung der Top-16-Runde garantieren, dass sie nur auf einen anderen Gruppensieger sowie zwei Gruppenzweite treffen.

Kravish: 40 Minuten Vollgas

"Für die Partie gegen Bilbao gilt 40 Minuten Vollgas, vorne wie hinten, damit wir keine Rechenspiele am letzten Spieltag benötigen und sicher als Gruppensieger in die Play-offs einziehen können", gibt David Kravish die Marschroute vor. Mangelnde Intensität auf dem Feld waren für den Bamberger Center der Grund für vermeidbare Niederlagen wie zuletzt in Vechta: " Es ist klar: Wenn wir über 40 Minuten unser Tempo hochhalten, dann haben wir in dieser Saison immer gut ausgesehen. Wenn wir das Tempo einmal haben schleifen lassen, dann kam der Gegner auf und hat uns wehgetan", erklärt Kravish.

Auch das Team aus Bilbao brachte die Bamberger in Bedrängnis. Es machte im Hinspiel einen 18-Punkte-Rückstand wett, musste sich aber trotz deutlicher Reboundüberlegenheit (44:30) und 18 Bamberger Ballverlusten mit 71:77 geschlagen geben.

Drei Verletzte bei Bilbao

Ins zweite Duell mit den Oberfranken gehen die Spanier ersatzgeschwächt. Der 2,17 Meter große Center Ondrej Balvin - mit 13 Punkten im Schnitt bester Spieler seines Teams - fehlt verletzungsbedingt ebenso wie der Franzose Jonathan Rousselle (7,3) und der Schwede Ludde Hakanson (4,3). 7,5 Zähler im Schnitt steuert Arnoldas Kulboka pro Partie in der Champions League bei. Allerdings weist der Ex-Bamberger mit 9,5 Prozent (zwei Treffer bei 21 Versuchen) eine ganz schwache Dreierquote im internationalen Wettbewerb auf. Wesentlich besser läuft es für den 23 Jahre alten Litauer in der spanischen ACB-Liga mit 45 Prozent Trefferquote aus der Distanz und 8,7 Punkten im Schnitt bei einer durchschnittlichen Einsatzzeit von 22:56 Minuten.

In der heimischen Liga bleibt das vom früheren Welt- und Europameister Alex Mumbru trainierte baskische Team weit hinter den Erwartungen zurück. Es weist nur vier Siege auf und kassierte am Samstag beim 73:106 gegen Valencia bereits die 14. Niederlage in dieser Saison. Beste Werfer bei dieser Heimklatsche waren zwei im Dezember nachverpflichtete Spieler. Center Alade Aminu, der den zu AEK abgewanderten Kingsley Moses ersetzt, kam auf 17, der frühere NBA-Akteur John Jenkins auf 16 Punkte.

Debüt von Shevon Thompson?

Ob auch die Bamberger im zweiten Duell mit Bilbao mit einem Neuzugang aufwarten, ist noch offen. Shevon Thompson hat zwar seine Quarantäne beenden dürfen, die Spielgenehmigung für den am Wochenende verpflichteten Center lag am Montag aber noch nicht vor.