Vor allem Schlussmann Oliver Scheufens sorgte in der ersten Hälfte immer wieder mit Glanzparaden dafür, dass seine Mannschaft nicht in Rückstand geriet. Im zweiten Durchgang waren die Bamberger dem Siegtor am Ende sogar näher als der Gegner und wurden für das 0:0 nach dem Schlusspfiff zurecht mit einem warmen Applaus der 4852 Zuschauer belohnt. Den Gästen war die verspätete Ankunft um 18.35 Uhr im Bamberger Fuchs-Park-Stadion - um 11 Uhr aufgebrochen, standen sie fünf Stunden im Stau - in der Anfangsviertelstunde nicht anzumerken.

Der FC Bayern hat die ersten Chancen


Bereits in der 5. Minute hatten die vielen Fans des Rekordmeisters den Torjubel auf den Lippen, als Patrick Weihrauch schoss. Torhüter Oliver Scheufens zeichnete sich erstmals aus. In der 13. Minute zwang Weihrauch nach einem Zuspiel von Tobias Schweinsteiger den Bamberger Schlussmann zu einer zweiten Glanzparade. Im Anschluss blieben die Münchner zwar überlegen, die letzten Pässe in die Spitze waren aber nicht präzise. Doch nach 25 Minuten hatten die "Violetten" ihren Respekt abgelegt und zeigten durch Florian Pickel und einen leicht abgefälschten Freistoß aus gut 30 Metern von Johannes Bechmann viel versprechende Ansätze.
Doch die Bamberger legten nicht nach, und so nahmen die Gäste das Spiel bis zum Ende des ersten Durchgangs wiederum in die Hand; Scheufens hielt aber seinen Kasten sauber.

Steigerung nach der Pause


Nach Wiederanpfiff standen die Bamberger kompakt. Dominik Waltrapp (59.) setzte sich gut über links durch, kam im Strafraum frei zum Schuss und schob den Ball rechts am langen Eck vorbei. Und die Bamberger zeigten sich auch danach offensiver. Mit einem Freistoß - getreten vom kurz zuvor eingewechselten Markus Fischer an den Außenpfosten - setzten sie das nächste Zeichen. Bis zum Schlusspfiff blieb Bamberg am Drücker, doch Herl und Kühnlein ließen ihre Chancen aus.

Beide Trainer loben ihre Mannschaften


In der Pressekonferenz zeigten sich beide Trainer zufrieden mit dem Auftreten ihrer Teams - und Mehmet Scholl eröffnete: "Also heut' mach' mer länger" - in Anspielung auf seinen 13-sekündigen Auftritt nach der Pleite gegen Frohnlach: "Wir haben über 90 Minuten ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und belohnen uns nicht, da wir vor dem Tor nicht entschlossen genug vorgehen. Uns fehlt hier die nötige Spannung und Aggressivität. Am Ende hätten wir sicherlich auch verlieren können, das bin ich aber mittlerweile gewohnt." Sein Gegenüber Petr Skarabela attestierte Scholl, er habe an diesem Tag die bislang spielerisch stärkste Mannschaft gesehen. "Mit Weihrauch und Can haben die Münchner Wahnsinns-Fußballer in ihren Reihen, da macht es Spaß zuzuschauen. Aber: Wir haben über 90 Minuten sehr gut gespielt und in den letzten 20 Minuten noch eine Schippe draufgelegt. Das macht mich stolz gegen eine Mannschaft wie Bayern."