Dem Namen nach zwei gefährliche Gegner präsentieren sich am Freitag (19 Uhr) und am Sonntag (20.15 Uhr) in der Brose Arena. Heute müssen die Bamberger aufpassen, dass die abstiegsgefährdeten Rockets aus Erfurt nicht in der Lage sind, ihre Raketen abzufeuern. Am Sonntag gilt es dann, die Löwen Braunschweig zu zähmen, um in der Tabelle vielleicht noch einen oder zwei Plätze nach oben zu klettern.
Doch schön der Reihe nach: Die Mannschaft von Trainer Ivan Pavic, der im Bamberger Trikot zwei deutsche Meisterschaften feierte, hat am Dienstag ein Ausrufezeichen gesetzt und mit dem 100:82-Sieg über das Schlusslicht aus Tübingen aufgrund des besseren direkten Vergleichs gegenüber den Eisbären Bremerhaven (beide 14:48 Punkte) die Abstiegsplätze vorerst einmal verlassen.
Holte in den letzten Partien der nachverpflichtete Jerome Randle, der in neun Partien 18,3 Punkte im Schnitt erzielte, die Kohlen aus dem Feuer, glänzten die Thüringer am Dienstag mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Power Forward Sava Lesic legte mit 17 Punkten und zehn Rebounds ebenso ein Double-Double auf wie Randle (14/10 Assists). Die Ex-Bamberger Andi Obst (13) und Johannes Richter (11) versenkten jeweils drei Dreier, und der sprunggewaltige Spielmacher Retin Obasohan steuerte zehn Punkte und sechs Assists zum Sieg bei.


Pavic stolz auf seine Mannschaft

"Ich bin außerordentlich stolz auf die Mannschaft, dass sie so ein extrem wichtiges Spiel gewonnen hat. So viele junge deutsche Spieler auf dem Feld zu sehen, ist einzigartig, keine andere Mannschaft macht so was", freute sich Pavic über die Entwicklung, die seine jungen Wilden genommen haben. Am fünften Spieltag waren die damals ersatzgeschwächten Rockets bei der 64:92-Heimniederlage gegen das Brose-Team noch chancenlos, inzwischen können sie an einem guten Tag beinahe mit allen Mannschaften mithalten.
"Wir müssen lernen, konstanter zu werden und unser Spiel über die kompletten 40 Minuten durchzuziehen. Gegen Oldenburg ist uns das gut gelungen, gegen Frankfurt hingegen gar nicht. Natürlich sind wir auf dem Papier Favorit. Dennoch dürfen wir nicht den Fehler machen zu denken, dass die Partie ein Selbstläufer wird. Die Rockets brauchen jeden Punkt, das macht sie gefährlich", weiß Brose-Center Leon Radosevic.
"In Bamberg sind wir totaler Außenseiter, da können wir nur gewinnen. Dann müssen wir uns auf die wichtigen Spiele zu Hause gegen Bonn und in Jena vorbereiten", hofft Sportchef Wolfgang Heyder, der das Projekt in Bamberg einst zum Laufen gebracht hat, dass er am 1. Mai mit den vielen Mitstreitern aus Freak City, die zu den Rockets abgewandert sind, feiern kann.
Das Restprogramm der Play-off-Anwärter
Enges Rennen Drei Spieltage stehen in der Basketball-Bundesliga noch auf dem Programm, bevor am ersten Mai-Wochenende die Play-offs beginnen. Zwischen Bayern München (1. Platz/56:6 Punkte) und Alba Berlin (2./54:8) geht es noch darum, wer nach der Hauptrunde den Platz an der Sonne mit Heimrecht bis zum Finale belegt. Auch die MHP Riesen Ludwigsburg (3./46:16) sind bereits für die heiße Saisonphase qualifiziert. Dahinter kämpfen Medi Bayreuth (4./40:22), die Telekom Baskets Bonn (5.), Brose Bamberg (6.), die EWE Baskets Oldenburg (7./alle 38:24), die Fraport Skyliners Frankfurt (8./36:26) und s.Oliver Würzburg (9./34:28) um die Plätze 4 bis 8.

Restprogramm der Play-off-Kandidaten
Medi Bayreuth (4.)
27. April: MBC - Bayreuth
29. April: Bayreuth - Ludwigsburg
1. Mai: Würzburg - Bayreuth

Telekom Baskets Bonn (5.)
27. April: Bonn - Braunschweig
29. April: Erfurt - Bonn
1. Mai: Bonn - München

Brose Bamberg (6.)
27. April: Bamberg - Erfurt
29. April: Bbg. - Braunschweig
1. Mai: MBC - Bamberg

EWE Baskets Oldenburg (7.)
27. April: Oldenburg - Göttingen
29. April: Ulm - Oldenburg
1. Mai: Oldenburg - Frankfurt

Fraport Skyliners
Frankfurt (8.)

27. April: Berlin - Frankfurt
29. April: Frankfurt - Jena
1. Mai: Oldenburg - Frankfurt

s.Oliver Würzburg (9.)
27. April: Ludwigsburg - Würzbg.
29. April: Tübingen - Würzburg
1. Mai: Würzburg - Bayreuth