Im Klassiker der Basketball-Bundesliga setzte der deutsche Meister aus Bamberg am Ostersonntag ein Ausrufezeichen und legte Alba Berlin einige unverdauliche Ostereier ins Nest. Mit 88:71 setzte sich das spielfreudige Brose-Team gegen den alten Rivalen durch und verteidigte den zweiten Tabellenplatz hinter Ulm und vor den Bayern.
13 Tage Pause folgen jetzt für das Trinchieri-Team, da am nächsten Wochenende die Begegnung gegen die aus dem Wettbewerb genommenen Hagener wegfällt. Weiter geht"s für den deutschen Meister erst am Samstag, 29. April, um 18 Uhr mit dem Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven. Zwei Tage später steht dann am 1. Mai in Jena das letzte Hauptrundenspiel auf dem Programm.
In der Partie gegen Alba Berlin setzte Andrea Trinchieri wieder auf seine Starter Nikos Zisis, Darius Miller und Leon Radosevic, die beim 87:75-Erfolg in Tübingen eine Pause erhalten hatten. Neben den verletzten Elias Harris und Lucca Staiger fehlten somit auf Grund der 6+6-Regel in der Bundesliga die Ausländer Vladimir Veremeenko, Ali Nikolic und Jerel McNeal.
Auch im 63. Pflichtspiel dieser Mammutsaison gaben die Bamberger vom Sprungball weg Vollgas und gingen in der Abwehr mit hoher Intensität zu Werke. Der Lohn war eine schnelle 7:2-Führung. In der Offensive fanden die Hausherren dank guter Ballbewegung (9 Assists im ersten Viertel) immer den freien Mann, was zu einer überdurchschnittlich hohen Trefferquote (64 Prozent aus dem Feld führte.
So ging der Pokalsieger mit einem zweistelligen Vorsprung (23:13) in die zweiten zehn Minuten. Trotz etlicher Ballverluste von Maodo Lo (4) und Co. war Alba Berlin nicht in der Lage zu verkürzen. Im Gegenteil: Erst Daniel Theis, dann Fabien Causeur mit zwei Dreiern und schließlich Patrick Heckmann, der mit Volldampf zum Korb zog, bauten die Führung des Favoriten bis auf 45:24 aus. Erst in der Schlussminute der ersten Hälfte gelang dem starken Alba-Neuzugang Gerald Robinson etwas Ergebniskosmetik (45:30). Nur bei den Turnovers (7:12) hatten die Berliner Vorteile, ansonsten hatten die Bamberger alles im Griff (Trefferquote 62:34 Prozent, Rebounds 18:11, Assists (14:4).
Unter der Regie des starken Nikos Zisis, der am Montag zum dritten Mal Vater geworden war, brannten die Hausherren zu Beginn des dritten Viertels ein Offensiv-Feuerwerk ab: Nicolo Melli und Darius Miller sorgten schnell wieder für einen 20-Punkte-Vorsprung (55:35). Durch einige Dreier schafften es aber Miller, Gaffney und Akpinar zu verkürzen. Dennoch betrug der Vorsprung vor dem Schlussviertel immer noch 13 Punkte (64:51).
Nach 37 Sekunden im letzten Abschnitt griff Ahmet Caki zu einer schnellen Auszeit, um seine Jungs wachzurütteln. "Hier regieren die Bamberger" und "macht sie alle, schießt sie aus der Halle" sangen die Fans aus Freak City schon sechs Minuten vor Schluss bei einer komfortablen 78:56-Führung. Und die geriet auch in der Endphase nicht mehr in Gefahr.