Mit einem 98:90-Sieg in seinem letzten von 20 Spielen für die Nishinomiya Storks am Sonntag hat Alex Ruoff (sechs Punkte, acht Rebounds) sein dreimonatiges Intermezzo in Fernost beendet. In der zweiten japanischen Liga erzielte der 34-Jährige unter dem deutschen Trainer Mathias Fischer 6,2 Punkte, holte sich 4,0 Rebounds und verteilte 4,4 Assists pro Partie. Statt milden Temperaturen um die zehn Grad an der Bucht von Osaka erwartete Ruoff bei seiner Ankunft in Bamberg Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Bis zum Freitag durfte der US-Amerikaner nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, da der zweite negative Corona-Test noch nicht vorlag.

Wie haben Sie die ersten Tage in Bamberg verbracht? Macht Ihnen das Wetter zu schaffen? Schließlich haben Sie Ihre Jugend in Florida verbracht ...

Alex Ruoff: Nein, nicht wirklich. Das bin ich mittlerweile gewohnt, schließlich wird das bereits meine fünfte Saison in Deutschland. Die größere Hürde war die Reise von Japan nach Bamberg, die war sehr anstrengend. Davon musste ich mich erst mal erholen. Ich bin natürlich noch an eine andere Zeitzone gewohnt und wache daher recht früh auf. Aber ausgeruht bin ich jetzt und bereit für die neue Aufgabe in Bamberg.

Sie haben zuletzt in der zweiten japanischen Liga gespielt. Wie ordnen Sie das sportliche Niveau, auch im Vergleich zur Bundesliga, ein?

Es ist schwer zu vergleichen, es ist ein komplett anderes Spiel. Es sind drei Ausländer pro Team erlaubt. Die vier, fünf größten Spieler in jeder Mannschaft sind in der Regel richtige Riesen, daher ist das Spiel dort viel langsamer und recht geordnet. Die Spiele finden immer als "Doppelpack" am Samstag und Sonntag statt. Insgesamt ist das Niveau in der BBL schon deutlich besser einzuschätzen.

Bereits zum dritten Mal sind Sie zu Coach Johan Roijakkers zurückgekehrt. Was macht Ihre besondere Beziehung aus?

Ich schätze vor allem seine Siegermentalität. Ich kann mich mit seinem Ansatz, Basketball zu spielen und sich auf Aufgaben vorzubereiten, voll identifizieren. Wir harmonieren einfach gut.

Für Sie und Ihr neues Team steht am Samstag die Partie beim Tabellenführer Ludwigsburg, Ihrem Ex-Team, an. Was zeichnet die Philosophie von Trainer John Patrick aus?

Er ist ein guter Coach, der seinen Spielern extrem viele Freiheiten in der Offensive gibt. Er versteht es sehr gut, neue talentierte Spieler zu rekrutieren. Die Tatsache, dass seine Mannschaften so frei aufspielen dürfen, macht die Verteidigung für die Gegner schwer. Aber wir werden unser Bestes geben.