Oberfranken und Radfahren - passt wunderbar zusammen, findet Melanie Huml (CSU). Als Vorsitzende der Initiative "Oberfranken Offensiv" stellte die Staatsministerin gestern die jüngste Komponente vor, die diese Kombination noch schmackhafter für den einen oder anderen machen könnte: Oberfranken, Radfahren und Bier. Die sogenannte "Brauereien- und Bierkellertour" ist eine von drei jüngst aktualisierten Routenvorschlägen, die Teil einer "Qualitätsoffensive" im Bereich Radtourismus sind.


Routen unter der Lupe

Im Auftrag von "Oberfranken Offensiv" hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) die bestehenden Radrouten in der Region unter die Lupe genommen. Denn das Netz aus insgesamt neun Rad- und drei Mountainbike-Routen der Aktivregion war "in die Jahre gekommen", erklärte Huml.
Da ein fehlendes Schild, dort ein verlegter Weg und schnell mache so ein Fahrradausflug nicht mehr ganz so viel Spaß. "Wir wollen das Signal geben: Wenn ihr auf diesen Routen unterwegs seid, könnt ihr euch drauf verlassen, dass alles in einem Topzustand ist." Deshalb habe man in den letzten Monaten vieles modernisiert und auf den aktuellsten Stand gebracht. Wichtig dabei sei natürlich die Unterstützung der Gemeinden, die einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass auch kontinuierlich an der Verbesserung des Wegenetzes gearbeitet werde.


Das Ergebnis wurde gestern gemeinsam mit Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder (CSU), dessen Amtskollegen aus Buttenheim, Oberhaid und Heiligenstadt sowie stellvertretendem Landrat Rüdiger Gerst (CSU) in den frisch gedruckten Informationsbroschüren präsentiert. Dort finden Interessierte nicht nur Streckenverläufe und wichtige Daten zu Distanz und Höhenmeter, auch über kulturelle Highlights an der Strecke und landschaftliche Besonderheiten wird informiert.


Die Tour rund um die Brauereien- und Bierkeller beinhaltet neben den namensgebenden Einkehrtipps zum Beispiel auch das Unesco-Weltkulturerbe Bamberg mit seinem Dom und die Kaiserpfalz in Forchheim. Geradelt wird durch den östlichen Steigerwald und die Fränkische Schweiz, im Maintal und entlang von Rauher Ebrach, Regnitz, Wiesent und Leinleiter.


Strecken sind variabel

Je nach Fitnesslevel gibt es zahlreiche variable Streckenabschnitte. Die kürzeste Bierkeller-Tour führt über 61, die längste über 202 Kilometer. Auch die Möglichkeit, Streckenabschnitte mit der Bahn zu fahren, ist eine Option. Eines bleibt allerdings immer gleich: Start- und Endpunkt der Tour ist Bamberg.
"Wichtig ist aber: Oberfranken ist mehr als nur Bamberg", betonte Romanus Scholz vom ADFC. Auch wenn die Brauerei- und Bierkellertradition eine spannende und besondere sein, gebe es eben noch viel mehr zu entdecken: auf insgesamt 1715 Kilometern Strecke.


Die ebenfalls aktualisierte Tour "Durch Bayerns steinreiche Ecken" führt entlang der Saale, quer durch den Frankenwald bis hoch auf das Fichtelgebirge und durch das bayerische Vogtland. Auf den 203 Kilometern kommt man durch Städte wie Bad Steben, Marktschorgast oder Bad Berneck. In die "rauen Höhen" des Fichtelgebirges, vorbei an den Quellflüssen von Main, Saale, Naab und Eger, führt die "Siebensterntour" mit Start in Marktredwitz.