Der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz (SPD) hat für sein früheres Einzelhandelsunternehmen mit Onlinehandel für Spielwaren Insolvenz angemeldet. Das Verfahren ist seit Anfang Mai eröffnet. Das hat jetzt sowohl das zuständige Amtsgericht Bamberg als auch der Strullendorfer Abgeordnete selbst gegenüber dieser Redaktion bestätigt.

In einer Stellungnahme äußert sich Schwarz zu den Hintergründen dieses Schrittes: "Zusammen mit meinen Mitarbeitern habe ich seit 25 Jahren mit Leidenschaft und Hingabe ein Einzelhandelsunternehmen mit Onlinehandel geführt. Leider habe ich einen größeren Forderungsausfall eines langjährigen Kunden verzeichnen müssen, der Konkurs gegangen ist. Für ein kleines Unternehmen wie meines ist ein solcher Einnahmeausfall kaum zu verkraften, zumal in der heutigen Zeit die Gewinnspannen im Handel stark unter Druck geraten sind."


Lösung mit Gläubiger angestrebt

Infolge dessen sollen Differenzen mit einem Lieferanten der Firma, bei dem Forderungen offen sind, Schwierigkeiten bereitet haben: "Nachdem eine außergerichtliche Lösung mit einem Gläubiger nicht erzielt werden konnte, wurde das Unternehmen bereits vor einigen Monaten geschlossen. Nunmehr habe ich für das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt, um im Zuge eines ordentlichen Verfahrens eine einvernehmliche Lösung zu finden."

In seinem Unternehmen hatte Schwarz zuletzt noch vier Mitarbeiter beschäftigt. "Es war mir wichtig, dass für meine Beschäftigten bereits im Vorfeld eine sozialverträgliche Lösung in anderen Arbeitsverhältnissen gefunden werden konnte." Einfluss auf seine Arbeit als Abgeordneter soll die Insolvenz seiner Firma nicht haben.