Die Straftaten sind in Bamberg im vergangenen Jahr erneut um über zehn Prozent von 6680 auf 7428 Fälle (ohne ausländerrechtliche Verstöße) gegenüber 2016 gestiegen. Das wird aus der am Freitag vorgestellten Kriminalstatistik der Polizei Bamberg-Stadt deutlich.

Entgegen dem Trend in Bayern haben Fälle von Körperverletzungen wie auch die Zahl der Diebstähle, speziell der Ladendiebstähle (von 710 auf 747), weiter zugenommen. Wohnungseinbrüche spielen dagegen auch im Stadtgebiet so gut wie keine Rolle (von 30 auf 19 gesunken).

Auch die Zahl der Sexualdelikte hat stark zugenommen auf 97 Fälle (2016: 48), was laut Polizei allerdings der Gesetzesverschärfung ab Ende 2016 zuzuschreiben ist, wonach hier auch Taten einfließen, die früher den Tatbestand der Beleidigung erfüllten. Die Aufklärungsquote liegt hier laut Polizei bei über 84 Prozent. Knapp 20 Prozent der Tatverdächtigen sind Zuwanderer (oft dann sowohl Täter als auch Opfer).

Hochgerechnet auf 100.000 Einwohner ist Bamberg höher belastet als Nürnberg oder München.

Das hat weiterhin auch mit der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken (AEO) im Osten der Stadt zu tun. Zuwanderer werden vor allem bei Gewaltdelikten in der AEO selbst und bei Ladendiebstählen auffällig. So ist laut Statistik jeder zweite ertappte Ladendieb ein Zuwanderer.

Die Quote der Nichtdeutschen (mit Zuwanderern) unter allen Tatverdächtigen liegt bei 43 Prozent. Die Zahl der ermittelten tatverdächtigen Zuwanderer (überwiegend Bewohner der AEO) ist vergangenes Jahr von 739 auf 1003 gestiegen.

Die Aufklärungsquote steigt gegenüber 2016 weiter auf 70 Prozent.

Bamberger Polizisten werden immer häufiger angegriffen, bespuckt und beleidigt: Ab Herbst sollen die Beamten zum besseren Schutz mit Bodycams auf Streife gehen. Mehr dazu im Premiumbereich.