Ein leckeres Stück Kuchen beim Schwiegerelternbesuch? Nachmittags bei der Arbeit etwas Schokolade? Wer kennt diese Situationen nicht - und ein wenig Naschen ist ja auch erlaubt. Schnell kann die tägliche Süßigkeiten-Ration aber auch zur Gewohnheit werden, zahlreiche negative Begleiterscheinungen inklusive. Schuld daran ist immer der alte Übeltäter: das altbekannte Süßungsmittel Zucker. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass üblicher Haushaltszucker nicht nur schlecht für die Zähne ist und dick macht. Auch schwere Krankheiten wie Krebs sollen einigen Studien zufolge teilweise durch den regelmäßigen Konsum konventioneller Süßigkeiten begünstigt werden.


Die Alternativen

In den letzten Jahren haben sich einige Alternativen aufgetan. Im Bio-Bereich etwa kommt immer häufiger Agavendicksaft zum Einsatz, und vor allem Stevia löste in den vergangenen Jahren einen wahren Boom aus. Das aus der gleichnamigen Pflanze gewonnene weiße Pulver gilt als 300 Mal süßer als Zucker und ist dabei praktisch kalorienfrei. Was nahezu ideal klingt, hat jedoch leider auch einen großen Nachteil: Stevia lässt genau wie auch künstliche Süßstoffe den Blutzuckerwert rasant in die Höhe schnellen. Folge ist akuter Heißhunger. In vielen Diäten ist deshalb vom Glykämischen Index (GI) die Rede. Je höher der Wert, desto schneller wird der Zucker in das Blut abgegeben.


Vielseitig einsetzbar

Genau hier kommt der neue Süß-Trend Kokosblütenzucker zum Einsatz, dessen Index nur halb so hoch ist wie der von Haushaltszucker. Das aus dem Nektar der Kokospalmenblüte gewonnene süße Pulver hat aber auch einige kulinarische Vorteile. So kann Zuckerblütenzucker beim Backen mengenmäßig als vollwertige Alternative zu weißem Zucker verwendet werden. Der intensive, karamellige Geschmack, der rein gar nichts mit Kokos zu tun hat, verfeinert außerdem so manche Leckerei. Weil sich der Zuckerersatz sehr gut auflösen lässt, können mit dem süßen Wunder auch problemlos Marinaden und andere Saucen hergestellt werden.
Wer sich von dem neuen Hype überzeugen will, ohne Gefahr zu laufen, dass er mit seinem Kauf Palmenplantagen unterstützt, für die zuvor Regenwaldflächen abgeholzt wurden, sollte beim Kauf auf nachhaltige Bio-Qualität achten. Billige Produkte enthalten oft Palmzucker von Dattel- oder Ölpalmen. Reiner Kokosblütenzucker duftet zart süß und ist leicht krümelig feucht.


Backrezept

Dinkel-Mandelkekse mit Kokosblütenzucker

Zutaten:
4 Tassen Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
1,5 Tassen Kokosblütenzucker
1 Prise Salz
1 Tasse Pflanzenöl
2 Tassen gehobelte Mandeln
circa 2 Tassen lauwarmes Wasser

• Das Mehl wird mit Backpulver, Kokosblütenzucker und dem Salz vermengt. Danach wird das Öl in die Mischung eingerührt und nach und nach warmes Wasser hinzugefügt, bis sich ein zäher Teig ergibt. Als Letztes werden die Mandeln eingerührt.

• Mit einem Löffel werden jetzt gleich große Mengen der Teigmasse auf dem Blech verteilt und gegebenenfalls noch ein wenig in Form gezogen.

• Nach circa 15 Minuten im vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene, 180 Grad) sind die leckeren und gesunden Kekse fertig.