Im Vorjahr waren die Basketballer von Brose Bamberg in der Vorrunde kläglich gescheitert, aber in dieser Spielzeit sind sie in der Champions League eine Klasse für sich. Nach dem ungefährdeten 83:68-Heimerfolg gegen For­titudo Bologna beendeten sie die erste Gruppenphase als einzige der 32 Mannschaften ohne Niederlage. Mit dem Einzug ins Achtelfinale hat der Bundesliga-Achte bereits ein Preisgeld von 50 000 Euro sicher. Dieses kann sich auf 70 000 Euro erhöhen, sollte er das Viertelfinale erreichen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Keine K.o.-Spiele mehr im "Achtelfinale"

Denn anders als in der Vergangenheit wird das Achtelfinale nicht in K.o.-Spielen, sondern in einer Top-16-Runde ausgetragen. Die nächsten Gegner werden aber stärker als in der ersten Gruppenphase, in der sich besonders Bilbao und Bologna als überraschend schwach entpuppten. "Die Mannschaften, die sich qualifiziert haben, haben alle ihre Qualitäten, egal ob sie Gruppenerster oder Zweiter geworden sind. Dazu zählen auch wir. Wir spielen nicht um Speck und Bohnen, wie man in Holland sagt, sondern unser Ziel ist es natürlich, die nächste Runde zu erreichen", sagte Brose-Trainer Johan Roijakkers.

Mit Iberostar Teneriffa, AEK Athen und Titelverteidiger San Pablo Burgos sind drei Mannschaften noch im Rennen, die diesen seit 2016 ausgetragenen europäischen Wettbewerb bereits gewonnen haben. Einer aus diesem Trio könnte sich in der Bamberger Top-16-Gruppe wiederfinden, ebenso die Tschechen von ERA Nymburk, gegen die die Oberfranken in der vergangenen Saison zweimal den Kürzeren zogen.

Ein starkes Viertel genügt

Die künftige internationale Konkurrenz für Brose Bamberg ist jedenfalls deutlich stärker als der letzte Vorrundengegner. Das Team von Fortitudo Bologna erwies sich zwar nicht wie im Hinspiel als Kanonenfutter, musste aber nach dem 63:100 im ersten Duell eine zweite deutliche Niederlage hinnehmen. Den Gastgebern genügte ein starkes drittes Viertel (27:15), um sich entscheidend abzusetzen.

Im Hinblick auf das Bundesliga-Spiel am Freitag in Göttingen verteilte Rojiakkers die Spielzeit gleichmäßig auf alle zwölf Spieler. Sein Team erwies sich als homogen, bis auf Dominic Lockhart punkteten alle Akteure, acht von ihnen steuerten mindestens sieben Zähler bei. Topscorer war David Kravish mit elf Zählern in nur 15:53 Minuten Einsatzzeit. "Wir hatten zwei Ziele: Wir wollten die Gruppe ungeschlagen beenden und die Minuten gut verteilen, um am Freitag ausgeruht ins Spiel in Göttingen gehen zu können. Beides haben wir erreicht", bilanzierte Roijakkers.

So geht es in der Champions League weiter

Top-16-Runde Als Gruppensieger qualifiziert: Iberostar Teneriffa, Casademont Saragossa, San Pablo Burgos (alle Spanien),Tofas Bursa, Türk Telekom Ankara (beide Türkei), Hapoel Holon, (Israel), SIG Straßburg (Frankreich), Brose Bamberg

Als Gruppenzweiter qualifiziert: Dinamo Sassari, Happy Casa Brindisi (beide Italien), ERA Nymburk (Tschechien), AEK Athen (Griechenland), Nischni Nowgorod (Russland), VEF Riga (Lettland), Pinar Karsiyaka (Türkei), KK Igokea Alexandrovac (Bosnien und Herzegowina)

Gruppen Die 16 Teams werden bei der Auslosung am 2. Februar in vier Gruppen zu je vier Mannschaften aufgeteilt. Jede Gruppe besteht aus zwei Gruppensiegern und zwei Gruppenzweiten der Vorrunde. Die Top-16-Runde mit Hin- und Rückspielen in jeder Gruppe findet vom 2. März bis 7. April statt. Die zwei besten Teams der vier Gruppen qualifizieren sich für das Final Eight (5. bis 9. Mai/Ort noch offen).