Es ist so ziemlich der Alptraum eines jeden Pferdeanlagenbesitzers: Feuer am Stall! Mit dieser Nachricht wurde Katharina King am Donnerstagmittag in Kenntnis gesetzt. Sofort unternahm die Inhaberin und Managerin der King's Stables alles, um vor Ort zu sein. Die Feuerwehren hatten das Feuer zum Glück schnell unter Kontrolle. Auch der Tierarzt war vor Ort, um Pferde zu betäuben. "Damit sie nicht aus den Boxen springen," so Herbert Preisach. Denn die Feuerwehrautos mussten direkt an den Boxen der sensiblen Tieren vorbeifahren, die teils panisch reagierten.

Wie sich bei den weitläufigen Stallungen herausstellte, brannte "zum Glück" nur die Lagerhalle für Heu und keiner der Ställe. In diesen sind in der Regel etwa 50 bis 60 Pferde untergebracht, so Katharina King auf Nachfrage.

Ein Mitarbeiter hatte mittags zufällig Rauch entdeckt, der aus der Lagerhalle kam. Umgehend wurde die Feuerwehr alarmiert. Laut Polizeipressesprecher Jürgen Stadter war in der etwa 20 mal 30 Meter großen Lagerhalle das Feuer aus bislang unbekannter Ursache ausgebrochen.
Wie Katharina King weiter berichtet, befanden sich dort zum Brandzeitpunkt gut 100 große (Quader) Heuballen in der Halle. Damit wurde praktisch der gesamte Futtervorrat vernichtet. Somit musste auch umgehend Futter organisiert werden, erklärt der Tierarzt, der die für etwa drei bis vier Stunden ruhig gestellten Pferde beobachtete und gleichzeitig bei der Futtersuche mithalf. Er lobt die Hilfsbereitschaft der Landwirte aus der Umgebung, die sofort aushalfen, so dass die Tiere nicht ohne Futter bleiben mussten. So wird man wohl auch weiterhin genügend haben, zeigt sich Katharina King erleichtert.


Rasch und effektiv

Dank des raschen und effektiven Einschreitens der Feuerwehren - es waren über 80 Aktive im Einsatz - bestand keine Gefahr, dass das Feuer auf einen der in der Nähe befindlichen Ställe übergriff, so die Stall-Managerin weiter.

Deswegen konnten die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung, also auf der Anlage bleiben. Mitarbeiter und Helfer hatten sie dort in Sicherheit bringen können.

Wie die Polizei weiter mitteilt, befand sich neben Heu auch ein Radlader in der Halle, der völlig ausbrannte. Zur weiteren Brandbekämpfung musste er aus der Halle gezogen werden. Nach und nach wurde das eingelagerte Heu aus der Halle gebracht, da immer wieder Glutnester aufflammten.

Die Scheune selbst brannte komplett nieder. Den bei dem Feuer entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei mit mehreren zehntausend Euro. Zur Ermittlung der Brandursache waren Brandfahnder der Kriminalpolizei vor Ort.

Zum Glück, so Einsatzkräfte, Helfer, Tierarzt und Managerin übereinstimmend, sind weder Menschen noch Tiere zu Schaden gekommen.