Dank einer aufmerksamen Apothekerin wurde am Mittwochmittag (22. Juni) ein von einer 18-Jährigen vorgelegtes Rezept als Fälschung erkannt. Im genutzten Auto der Frau fand die hinzugerufene Polizeistreife außerdem Marihuana im niedrigen dreistelligen Grammbereich. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Beamten dann auch noch hunderte Blankorezepte. Nun ermittelt die Kriminalpolizei Bamberg, berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken.

Die junge Frau hatte zuvor versucht, bei einer Apotheke in Hallstadt mittels des gefälschten Rezeptes ein verschreibungspflichtiges Medikament zu bekommen, welches dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Die Apothekerin erkannte die Fälschung jedoch und verständigte die Polizei. Daraufhin versuchte die 18-Jährige zunächst zu flüchten, wurde aber von den Ordnungshütern gestellt. In dem von ihr und ihrem 20-jährigen Begleiter benutzten Auto, fanden die Polizisten dann auch noch Marihuana im niedrigen dreistelligen Grammbereich.

Polizei macht rätselhaften Fund bei Wohnungsdurchsuchung

Anschließend wurden die beiden Wohnungen der Tatverdächtigen durchsucht. Hier entdeckte die Polizei neben einer geringen Menge Haschisch in der Wohnung des 20-Jährigen, noch hunderte Blankorezepte in der Wohnung der mutmaßlichen Rezeptfälscherin. Ersten Ermittlungen zufolge, hatte die junge Frau bereits bei zwei weiteren Apotheken im Landkreis Bamberg erfolglos versucht, mittels des gefälschten Rezeptes an Medikamente zu kommen.

Woher die Arztrezepte stammen, ist noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen. Die Frau muss sich nun wegen Urkundenfälschung und beide wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz strafrechtlich verantworten.