Marco Janisch schnappt sich seine Gitarre und legt den Gurt über seine Schulter. Nur noch wenige Minuten bis zum Auftritt, zusammen mit seinem Schlagzeuger Frank Schücker wartet der Sänger und Gitarrist im Backstage-Bereich auf den Aufruf, die Bühne betreten zu dürfen. Lauter Hard Rock schallt hinüber in den Bühnennebenraum, noch ist die Band "Dry Vapour" an der Reihe.
Besondere Rituale haben sie vor ihren Auftritten eigentlich nicht, meint Janisch. "Aber wir lassen während unseres Soundchecks immer Musik im Hintergrund laufen, die uns gefällt. Und bevor wir auf die Bühne gehen, umarmen wir uns einmal", erzählt der 21-Jährige und legt seinen Arm um die Schulter seines 19-jährigen Bandkollegen Schücker. Ein wenig nervös sind sie schon, geben sie zu. Ihre roten Kappen haben sie sich schon aufgesetzt, gleich geht es los. Ihr Bandname lautet "The Red Caps", und sie sind zu zweit, als Duo heben sie sich an diesem Abend von den anderen Musikgruppen ab.
Seit etwa einem Jahr machen sie zusammen Musik. Schon in jungen Jahren lernten sich die Litzendorfer als Nachbarskinder kennen, und sind seitdem dicke Freunde. Ihre Lieder stammen aus der eigenen Feder, sie selbst beschreiben ihren Musikstil als "eine Mischung aus Blues, Rock und Groove". Zum Proben kommen sie jedoch nur noch unregelmäßig, seit sie in unterschiedlichen Orten angefangen haben zu studieren, Janisch in Nürnberg, Schücker in Coburg. Dass sie nur zu zweit sind, sehen sie für ihre Band als Vorteil an. "Improvisation ist uns sehr wichtig. Wir beginnen immer mit einem Lied, wissen aber nicht, wie wir aufhören werden, ob wir noch eine Strophe zusätzlich dranhängen oder nicht", erklärt Marco Janisch. Die Musik in der Halle verstummt, die Gruppe "Dry Vapour" hat ihren Auftritt beendet. Jetzt geht es für die "Red Caps" auf die Bühne.
Auftritt vor großem Publikum
Insgesamt acht Bands treten beim "Talentschuppen" im Bürgersaal in Stegaurach auf. Bereits zum siebten Mal findet der Bandcontest statt, der vom Kreisjugendring Bamberg-Land (KJR) organisiert wird. Jede Band hat rund 20 Minuten Zeit, ihr Können in einem Live-Auftritt zu beweisen. Heuer reicht die Bandbreite der Musikgruppen von Punk über Folk Rock bis hin zu hartem Metal. Eine dreiköpfige Jury bewertet jede Gruppe nach zuvor festgelegten Kriterien, etwa nach Kreativität, dem technischen Können, dem Zusammenspiel mit den Bandkollegen oder der Originalität des Auftritts. Thilo Garbe, Mitglied im Vorstand des Kreisjugendrings, war maßgeblich an der Organisation des Musikwettbewerbs beteiligt. "Unser Hauptziel bei dem Ganzen ist, junge Nachwuchsbands zu unterstützen, und ihnen die Möglichkeit zu geben, vor einem größeren Publikum aufzutreten", erklärt er. "Wir stellen den Bands dabei frei, ob sie eigene Lieder spielen oder covern. Uns ist es natürlich lieber, sie spielen eigene Lieder, denn darum geht es ja eigentlich."
Den Anfang machte die Gruppe "Outlawed". Die Bühne vernebelt, rotes Scheinwerferlicht und laut, aber gekonnt gespielter Heavy Metal sorgen dafür, dass jeder im Bürgersaal wach wird. "The Hazy Heads", Marco Janischs zweite Band, sorgt mit einer Mischung aus Blues Rock, Reggae und Ska für eine tolle Stimmung unter den Zuhörern. Die drei jungen Punk-Rocker von den "Ohrnstöpsln" heizen im Anschluss den rund 160 Gästen ordentlich ein. Mit Hard Rock und Trompeten-Einsatz bot "Dry Vapour" wiederum musikalische Abwechslung, bevor "The Red Caps" an der Reihe sind. Für viel Begeisterung sorgt auch "Elabora" mit Folk Rock, bei deren Musik auch ein Dudelsack zum Einsatz kommt. Die Metalband "Human Suffering" legt daraufhin wieder eine härtere Gangart ein, anschließend rundet die Gruppe "One Last Sunset" mit "Post Grunge" den Abend musikalisch ab.
KJR-Vorsitzender Hermann Adelhardt bezeichnet sich selbst als "Erfinder der Geschichte". Vor sieben Jahren hatte er die Idee, Nachwuchsmusiker mithilfe eines solchen Contests zu fördern. "Das Schöne ist, dass die jungen Leute den Contest nicht etwa als sportlichen Wettkampf ansehen, sondern als ,Festival‘, wie sie selbst sagen. Da ist kein Konkurrenzdenken, sondern die Bands helfen sich bei Problemen gerne gegenseitig aus, wenn zum Beispiel eine Gitarrensaite reißt", erzählt Adelhardt.
300 Euro für den Sieger
Nach ihrem 20-minütigen Auftritt verlassen Marco Janisch und Frank Schücker zufrieden die Bühne. "Es war ein cooler Auftritt", sagt er. "Ich habe mich zwar ein paar Mal beim Singen verhaspelt, aber ich denke, es war okay." Am Ende schaffen sie es zwar nicht auf einen der ersten drei Plätze.
"Die Jury hat mir gesagt, dass zwei Leute vielleicht zu wenig sind", erzählt Janisch. "Aber das geht eigentlich wieder gegen unsere Idee, es möglichst einfach zu halten." Deshalb könne er dem Jury-Urteil nur bedingt etwas abgewinnen. "Es kommt halt darauf an, ob jemand solch minimalistische Musik mag oder nicht."
In der Endabrechnung landet "One Last Sunset" auf dem dritten Platz (Preisgeld 100 Euro), "The Hazy Heads" werden Zweiter (Preisgeld 200 Euro). Die Folk Rock Band "Elabora" geht als Sieger des Abends hervor, und kann sich über 300 Euro für die Bandkasse freuen.
"Eine tolle Stimmung" habe den ganzen Abend über im Bürgersaal geherrscht, freut sich Hermann Adelhardt. "Feiern geht auch ohne Alkohol, das habt ihr super gemacht", bedankt sich der KJR-Vorsitzende am Ende bei den Gästen und Bands für den gelungenen Abend.
Besondere Rituale haben sie vor ihren Auftritten eigentlich nicht, meint Janisch. "Aber wir lassen während unseres Soundchecks immer Musik im Hintergrund laufen, die uns gefällt. Und bevor wir auf die Bühne gehen, umarmen wir uns einmal", erzählt der 21-Jährige und legt seinen Arm um die Schulter seines 19-jährigen Bandkollegen Schücker. Ein wenig nervös sind sie schon, geben sie zu. Ihre roten Kappen haben sie sich schon aufgesetzt, gleich geht es los. Ihr Bandname lautet "The Red Caps", und sie sind zu zweit, als Duo heben sie sich an diesem Abend von den anderen Musikgruppen ab.
Seit etwa einem Jahr machen sie zusammen Musik. Schon in jungen Jahren lernten sich die Litzendorfer als Nachbarskinder kennen, und sind seitdem dicke Freunde. Ihre Lieder stammen aus der eigenen Feder, sie selbst beschreiben ihren Musikstil als "eine Mischung aus Blues, Rock und Groove". Zum Proben kommen sie jedoch nur noch unregelmäßig, seit sie in unterschiedlichen Orten angefangen haben zu studieren, Janisch in Nürnberg, Schücker in Coburg. Dass sie nur zu zweit sind, sehen sie für ihre Band als Vorteil an. "Improvisation ist uns sehr wichtig. Wir beginnen immer mit einem Lied, wissen aber nicht, wie wir aufhören werden, ob wir noch eine Strophe zusätzlich dranhängen oder nicht", erklärt Marco Janisch. Die Musik in der Halle verstummt, die Gruppe "Dry Vapour" hat ihren Auftritt beendet. Jetzt geht es für die "Red Caps" auf die Bühne.
Auftritt vor großem Publikum
Insgesamt acht Bands treten beim "Talentschuppen" im Bürgersaal in Stegaurach auf. Bereits zum siebten Mal findet der Bandcontest statt, der vom Kreisjugendring Bamberg-Land (KJR) organisiert wird. Jede Band hat rund 20 Minuten Zeit, ihr Können in einem Live-Auftritt zu beweisen. Heuer reicht die Bandbreite der Musikgruppen von Punk über Folk Rock bis hin zu hartem Metal. Eine dreiköpfige Jury bewertet jede Gruppe nach zuvor festgelegten Kriterien, etwa nach Kreativität, dem technischen Können, dem Zusammenspiel mit den Bandkollegen oder der Originalität des Auftritts. Thilo Garbe, Mitglied im Vorstand des Kreisjugendrings, war maßgeblich an der Organisation des Musikwettbewerbs beteiligt. "Unser Hauptziel bei dem Ganzen ist, junge Nachwuchsbands zu unterstützen, und ihnen die Möglichkeit zu geben, vor einem größeren Publikum aufzutreten", erklärt er. "Wir stellen den Bands dabei frei, ob sie eigene Lieder spielen oder covern. Uns ist es natürlich lieber, sie spielen eigene Lieder, denn darum geht es ja eigentlich."
Den Anfang machte die Gruppe "Outlawed". Die Bühne vernebelt, rotes Scheinwerferlicht und laut, aber gekonnt gespielter Heavy Metal sorgen dafür, dass jeder im Bürgersaal wach wird. "The Hazy Heads", Marco Janischs zweite Band, sorgt mit einer Mischung aus Blues Rock, Reggae und Ska für eine tolle Stimmung unter den Zuhörern. Die drei jungen Punk-Rocker von den "Ohrnstöpsln" heizen im Anschluss den rund 160 Gästen ordentlich ein. Mit Hard Rock und Trompeten-Einsatz bot "Dry Vapour" wiederum musikalische Abwechslung, bevor "The Red Caps" an der Reihe sind. Für viel Begeisterung sorgt auch "Elabora" mit Folk Rock, bei deren Musik auch ein Dudelsack zum Einsatz kommt. Die Metalband "Human Suffering" legt daraufhin wieder eine härtere Gangart ein, anschließend rundet die Gruppe "One Last Sunset" mit "Post Grunge" den Abend musikalisch ab.
KJR-Vorsitzender Hermann Adelhardt bezeichnet sich selbst als "Erfinder der Geschichte". Vor sieben Jahren hatte er die Idee, Nachwuchsmusiker mithilfe eines solchen Contests zu fördern. "Das Schöne ist, dass die jungen Leute den Contest nicht etwa als sportlichen Wettkampf ansehen, sondern als ,Festival‘, wie sie selbst sagen. Da ist kein Konkurrenzdenken, sondern die Bands helfen sich bei Problemen gerne gegenseitig aus, wenn zum Beispiel eine Gitarrensaite reißt", erzählt Adelhardt.
300 Euro für den Sieger
Nach ihrem 20-minütigen Auftritt verlassen Marco Janisch und Frank Schücker zufrieden die Bühne. "Es war ein cooler Auftritt", sagt er. "Ich habe mich zwar ein paar Mal beim Singen verhaspelt, aber ich denke, es war okay." Am Ende schaffen sie es zwar nicht auf einen der ersten drei Plätze.
"Die Jury hat mir gesagt, dass zwei Leute vielleicht zu wenig sind", erzählt Janisch. "Aber das geht eigentlich wieder gegen unsere Idee, es möglichst einfach zu halten." Deshalb könne er dem Jury-Urteil nur bedingt etwas abgewinnen. "Es kommt halt darauf an, ob jemand solch minimalistische Musik mag oder nicht."
In der Endabrechnung landet "One Last Sunset" auf dem dritten Platz (Preisgeld 100 Euro), "The Hazy Heads" werden Zweiter (Preisgeld 200 Euro). Die Folk Rock Band "Elabora" geht als Sieger des Abends hervor, und kann sich über 300 Euro für die Bandkasse freuen.
"Eine tolle Stimmung" habe den ganzen Abend über im Bürgersaal geherrscht, freut sich Hermann Adelhardt. "Feiern geht auch ohne Alkohol, das habt ihr super gemacht", bedankt sich der KJR-Vorsitzende am Ende bei den Gästen und Bands für den gelungenen Abend.