In Memmelsdorf ist das Judentum nichts Verstaubtes, nicht Vergangenes. Die Mitglieder des Träger- und Fördervereins rücken mit vielfältigen Angeboten die Geschichte der jüdischen Familien in der Region immer wieder in die Gegenwart. So auch mit der Ausstellung "Mitten unter uns".

"Diese Ausstellung lässt uns nicht nur auf die Juden in Memmelsdorf blicken. Sie erlaubt uns den Blick über den Tellerrand und zeigt die Geschichte der Landjuden in ganz Unterfranken", begrüßte Iris Wild, Vorsitzende des Träger- und Fördervereins der Synagoge Memmelsdorf, die Gäste bei der Eröffnung der Ausstellung. Wie in anderen Regionen Süddeutschlands prägte die jüdische Siedlung auf dem Land den Raum Unterfranken seit dem 15. Jahrhundert. Juden lebten in bis zu 200 Gemeinden auf den kleinen und abgelegenen Dörfern und trieben von dort meist zu Fuß ihren Wanderhandel.