Vielen Bambergern ist die Lagarde-Kaserne in der Pödeldorfer Straße ein Begriff, doch wohl wenige wissen über deren baugeschichtlichen Hintergrund Bescheid. Dementsprechend groß war auch das Interesse an dem Vortrag der Kunsthistorikerin Gabriele Wiesemann im restlos gefüllten Saal der VHS über jene Kaserne.

Dabei warf die Referentin keinen Blick in die Zukunft, was passieren könnte, wenn die Amerikaner im Jahr 2014 abziehen werden, sondern beschäftigte sich vielmehr mit der historischen Vergangenheit der Bauten. "Bamberg hat als Garnisonsstadt eine lange Tradition. So gab es bereits im 18. Jahrhundert eine Kaserne am Schönleinsplatz", erläuterte Wiesemann.

Im 19. Jahrhundert wurden zudem viele Soldaten und Pferde nach Bamberg verlegt. Daher sei nach der Säkularisation 1803 auch nahezu jedes Kloster in der Domstadt als Kaserne genutzt worden.