Wahres Anglerglück hatte dieser Tage der Bischberger Sportangler Michael Tegelbekkers. "Eigentlich wollte er um die Mittagszeit ja nur auf Zander fischen", berichtet Josef Kröner von der Fischerzunft Bischberg inFranken.de. Deshalb hätte der Petrijünger auch feines Angelzeug ausgelegt. Umso mehr sei er überrascht gewesen, als er einen nicht erwarteten kapitalen Fisch an der Angel hatte.

Der Drill dauerte 30 Minuten, bis Tegelbekkers den Fisch ans Ufer ziehen konnte. Und die Überraschung folgte auf den Fuß: Er stellte nämlich fest, dass er einen kapitalen Mainwaller am Haken hatte. Nachdem der bereitgestellte Kescher viel zu klein war, musste der allein anwesende Angler den Räuber mit dem "Wallergriff" an Land ziehen. Der Waller war beachtliche 2,14 Meter lang und wog stattliche 52 Kilogramm. Im Beisein weiterer hinzugeeilter Petrijünger wurde der Speisefisch später fachgerecht filetiert und dürfte reichlich gute Portionen ergeben.

In den zurückliegenden Jahren wurden wiederholt im Main-Regnitzgebiet große Waller von Fischern mit dem Netz und von Anglern mit der Handangel gefangen, weiß Josef Kröner: "Die Waller, auch Welse genannt, fühlen sich in unseren Gewässern sichtlich wohl. Das liegt auch daran, weil der Tisch gut gedeckt ist und sich die beiden Fischerzünfte Bischberg und Bamberg im gemeinsamen Koppelfischereigewässer Regnitz und Main guten und auch teuren Fischbesatz leisten.

Sie tun es, um die Artenvielfalt und bedrohte Fischarten zu erhalten. Deshalb beurteilen sie den Fang großer Räuber als Glücksfall im Rahmen der Fischhege und Fischpflege. Petri Heil!"