„Im Hauptsmoorwald wurde ein Kaninchen zum Sterben ausgesetzt“, heißt es in einem Aufruf des Tierheims. Demnach war das Tier in einem Sack untergebracht und konnte sich daraus vermutlich noch selbst befreien.

Nach Angaben des Tierheims Bamberg war das Tier an den Pfoten mit Haargummis gefesselt. Zudem trug es einen Verband um den Hals. Wie eine Sprecherin des Tierheims gegenüber inFranken.de berichtet, habe das Veterinäramt ermittelt, dass es sich um ein weibliches Jungtier handle. Das Tier habe im Heim den Namen „Sandy“ erhalten. 

Tierheim Bamberg: Tackernadel in Ohr des Kaninchens

Weitere Untersuchungen brachten zusätzliche Verletzungen ans Licht: "Neben den zusammengebundenen Hinterpfoten wurde eine Tackernadel im Ohr des Kaninchens gefunden. Zudem gab es ältere Verletzungen gleicher Art", erklärt die Sprecherin. Der zunächst auffällige Verband am Hals verdeckte laut Tierheim keine Wunde. „Er wirkte eher, als wäre er als Halsband verwendet worden“, so die Tierschützerin. Das Schicksal von Hund Max aus dem Tierheim Nürnberg bewegt ebenfalls.


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Ein möglicher Hinweis auf den Täter des misshandelten Kaninchens könnte der Sack beziehungsweise ein Turnbeutel sein, in dem sich das Tier befand. Dieser trägt Logos zweier Sportvereine, eines aus Lichteneiche. Innerhalb des Vereins seien bereits weitere Schritte eingeleitet worden. „Mitglieder des Vereins haben intern die Vorstände eingeschaltet, um weitere Erkundigungen einzuziehen“, heißt es aus dem Tierheim. Hinweise werden an die Polizei weitergeleitet.

Inzwischen hat sich der Zustand von „Sandy“ stabilisiert. "Aufgrund der gefesselten Hinterpfoten war die Durchblutung beeinträchtigt, weshalb das Tier derzeit eine Pfote noch nicht belastet", erklärt die Sprecherin. Das Tierheim will das Kaninchen zunächst vollständig ausheilen lassen. Anschließend steht eine Vergesellschaftung im Raum, da Kaninchen nicht allein leben sollten. „Kaninchen leben in Kolonien zusammen und brauchen Gesellschaft“, betont das Tierheim.

Suche nach Tierquäler läuft: Wer kann Hinweise geben?

Ob „Sandy“ dauerhaft im Tierheim bleibt oder später vermittelt werden kann, ist aktuell noch offen. Ebenfalls auf Vermittlung wartet "Dampfwalze" Buddy aus dem Tierheim Nürnberg.

Das Tierheim Bamberg ruft mögliche Zeugen zur Mithilfe auf: „Wer kann uns Hinweise geben, wer dieses Tier so schrecklich gequält hat?“ Hinweise nimmt das Tierheim Bamberg per Direktnachricht oder telefonisch unter 095170092711 entgegen.