Im Raum Bamberg hat die Polizei ein mutmaßliches Drogen-Netzwerk aufgedeckt. Die Gruppe soll verschiedenste Drogen in der Region verkauft haben - vorwiegend an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Nun wurden fünf Tatverdächtige festgenommen, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bamberg am Freitag (24. April 2026) mit.
Die Ermittlungen starteten bereits im Winter 2025, nach einem recht brisanten Vorfall am Busbahnhof in Bamberg: Ein zunächst Unbekannter hatte einer Sechstklässlerin Ecstasy verkauft. In der Folge ergaben sich weitere Hinweise auf Drogenverkäufe an besonders junge Abnehmer in der Stadt. Es folgten aufwendige, teils verdeckte Ermittlungen in dem Fall.
Drogen an Schulkinder verkauft: Polizei nimmt mutmaßliche Dealer-Gruppe in Bamberg fest
Die Beamten deckten ein Netzwerk an lose zusammenarbeitenden Personen auf, die verdächtigt werden, "in erheblichem Umfang" Drogen zu handeln. Neben der Kriminalpolizei Bamberg waren auch Kräfte des Bayerischen Landeskriminalamtes und Unterstützungseinheiten an den Ermittlungen beteiligt.
Bei Durchsuchungen in der Stadt und dem Landkreis Bamberg fanden Polizeibeamte schließlich mehrere Kilogramm Drogen, darunter Kokain, Amphetamin, Cannabisprodukte, Ecstasy-Tabletten und verschreibungspflichtige Medikamente mit Bezug zum Betäubungsmittelrecht. Zudem entdeckten die Ermittler bei den Tatverdächtigen Bargeld und Waffen.
Insgesamt wurden fünf mutmaßliche Dealer vorläufig festgenommen. Vier von ihnen, drei Männer und eine Frau, befinden sich nun in Untersuchungshaft. Die meisten von ihnen sind erst 18 Jahre alt. Ihnen wird unter anderem der Handel mit Betäubungsmitteln und gewerbsmäßiger Handel mit Cannabis vorgeworfen.
"Der Handel mit Betäubungsmitteln, insbesondere wenn sich dieser gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, wird mit aller Konsequenz verfolgt", heißt es von Staatsanwaltschaft und Polizei. Der Schutz junger Menschen habe dabei oberste Priorität. lm/mit dpa