Bamberger Schülerinnen bauen Lüftungsanlage fürs Klassenzimmer selbst - und überzeugen sogar bei "Jugend forscht": Es war wohl die Realität, die zur Kreativität verholfen hat: Gerade im Winter war es coronabedingt kalt und zugig in den Klassenräumen im dritten Stock des Franz-Ludwig-Gymnasiums, teilt die Stadt Bamberg mit. Denn dort können die Fenster nur gekippt werden, zum Lüften müsste die Tür geöffnet werden, heißt es.
„Also haben wir eine Lüftungsanlage entworfen, die über die gekippten Fenster funktioniert und die Tür somit geschlossen bleiben kann“, erklärt Schülerin Carolina. Die selbstgebaute Lüftungsanlage funktioniere so gut, dass sie zwischenzeitlich in einem zweiten Klassenzimmer im dritten Stock aufgebaut worden sei. Die finanzielle Unterstützung kam zum einen aus noch übrigen Geldern von „Jugend forscht“, zum anderen vom Elternbeirat, heißt es. Ungefähr 200 Euro koste die Komplettanschaffung. Die Konstruktion habe sich bewährt: „Unsere Anlage hebt sich von anderen ab. Die unreine Luft wird am Boden abgesaugt, von oben kommt saubere Luft nach“, fasst Carolina zusammen.
Bambergs Schulreferent, Matthias Pfeufer: „Ich finde es toll, wie sie mit eigenen Mitteln eine pragmatische Lösung gefunden haben. Das Projekt zeigt auch die Bereitschaft, etwas zu schaffen, was anderen von Nutzen sein kann.“ Die Schülerinnen selbst merken an: „Wir wollten auch etwas tun, um während der Corona-Pandemie unsere Situation zu verbessern.“