Im sogenannten Rotlicht-Prozess vor dem Landgericht Bamberg hat die Staatsanwaltschaft mehrjährige Haftstrafen für alle sieben Angeklagten beantragt. Staatsanwaltschaft Daniel Heppt hält den Hauptangeklagten Winfried E. (Namen geändert) für den Auftraggeber hinter diversen Brand- und Buttersäureanschlägen im Milieu, er fordert für ihn sieben Jahre und zehn Monate Gesamtstrafe.

Weil Peter U. als E.s ehemaliger "Lehrling" ein umfassendes Geständnis abgelegt hat und damit seinen früheren Chef, aber auch sich und fünf weitere Komplizen schwer belastete, wurde in seinem Fall durch die Staatsanwaltschaft nur eine Gesamtstrafe von drei Jahren Haft beantragt. Für die weiteren Angeklagten wurden durch Heppt Gesamt-Freiheitsstrafen zwischen zweieinhalb und sechseinviertel Jahren gefordert, wobei in zwei Fällen auch Strafen aus weiteren Verfahren mit einbezogen werden sollen. Während U.s Verteidiger Alexander Schmidtgall im Großen und Ganzen die Ausführungen des Staatsanwalts unterstrich und zwei Jahre und neun Monate für seinen Mandanten forderte, zogen die anderen Rechtsanwälte durchaus andere Schlüsse aus der 14 Verhandlungstage andauernden Beweisaufnahme. So forderten die Anwälte von Rüdiger D. eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, weil dieser nur an den Buttersäureanschlägen und Verwüstungen im Konkurrenz-Bordell beteiligt gewesen sei. Am Dienstag werden auch die übrigen fünf Verteidiger ihre Schlussplädoyers halten.

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