• Ehemaliger Brose-Bamberg-Spieler Ademola Okujala ist tot
  • Tiefe Trauer um Basketball-Legende: Er wurde nur 46 Jahre alt
  • "Wir sind erschüttert": Top-Spieler führte Deutschland zu WM-Bronze
  • Krebsdiagnose beendete Profi-Karriere in Bamberg - Krankheit schien besiegt

Wie der Deutsche Basketball Bund (DBB) berichtet, ist die deutsche Basketball-Legende Ademola Okujala am Montag (16. Mai 2022) im Alter von nur 46 Jahren gestorben. Okujala spielte zuletzt bei Brose Bamberg und musste seine Profikarriere nach einer Krebserkrankung beenden. Trotzdem war der über zwei Meter große gebürtige Nigerianer weiterhin als Spielerberater und Sportkommentator aktiv. In Bamberg sorgt die Nachricht seines Tods für riesige Anteilnahme. "Ruhe in Frieden!!Du bleibst in Bamberg's Herzen!!!", kommentiert etwa einer der vielen User unter einem Post von Brose Bamberg.  

Basketball-Legende spielte zuletzt bei Brose Bamberg - "können Ademolas Tod nicht fassen"

Zur Todesursache Okujalas gibt es bisher noch keine sicheren Informationen. Wie die Bild-Zeitung erfahren haben will, soll der Ex-Brose-Bamberg-Spieler nach langer, schwerer Krankheit verstorben sein. "Wir sind erschüttert und können Ademolas Tod einfach nicht fassen", so DBB-Präsident Ingo Weiss in einer ersten Stellungnahme. In Gedanken sei man jetzt bei seiner Familie, "der wir viel Kraft wünschen". Ademola sei "ein ebenso großartiger Spieler wie Mensch" gewesen. Der DBB werde sich "immer gerne an den kämpfenden und nie aufgebenden Ademola erinnern, der immer alles auf dem Feld gelassen hat." Auch Brose Bamberg trauert um Okulaja. "Viel zu früh! Mach's gut da oben…", schreibt der Verein bei Facebook. 

Insgesamt 172 Mal habe Ademola für die deutsche Nationalmannschaft gespielt, "172 Mal schonte er weder sich noch seine Gegner", so der DBB.  Okulaja sei "ohne Zweifel einer der ganz Großen im deutschen Basketball, auf und abseits des Spielfeldes" gewesen. Große Erfolge feierte er unter anderem bei Alba Berlin, dem FC Barcelona, mit der Teilnahme an sechs Europameisterschaften und dem Highlight seiner Karriere: Der Bronzemedaille für Deutschland bei der WM 2002 in Indianapolis. In den 90ern spielte Okulaja unter anderem mit der NBA-Legende Vince Carter zusammen in North Carolina. 

In Bamberg lag ab 2007 die letzte aktive Station des Ausnahmesportlers. Denn Okulaja hatte mit Rückenproblemen zu kämpfen, dann kam der Schicksalsschlag: In einem seiner Brustwirbel entdeckten Ärzte einen bösartigen Tumor. Zwar konnte der 2-Meter-Hüne, der auch den Spitznamen "Warrior", also Kämpfer, trug, den Krebs vorerst besiegen - doch mit der Entlassung bei den Brose Baskets 2009 endete seine Karriere auf dem Feld. Im Anschluss war Ademola Okulaja als Experte und Co-Kommentator beim TV-Sender Sport1 beschäftigt. Außerdem war er als Spieleragent tätig und betreute zeitweise auch die aktuellen deutschen Nationalspieler und NBA-Akteure Dennis Schröder und Daniel Theis.