Sommerzeit ist Badezeit. Eine Abkühlung in der Bamberger Regnitz oder im Sylvanersee in Gaustadt scheint momentan besonders attraktiv.

Doch laut städtischer Badeverordnung ist das Baden und auch Brückenspringen im Stadtgebiet untersagt, was übrigens auch für die Buger Spitze im Hain gilt. Hier liest du, wo du ruhigen Gewissens ins Wasser darfst und wo nicht.

Schwimmen in Bamberg: Hier gilt ein striktes Verbot

Die städtische Badeverordnung sieht ein Badeverbot an folgenden Stellen vor:

  • Main-Donau-Kanal
  • beide Flussarme der Regnitz
  • Hollergraben
  • Nonnengraben
  • Bereich "Alte Schleuse"
  • beide Hafenbecken
  • Sylvanersee
  • Weiher unterhalb des Sylvanersees am Kleinseeweg
  • Regenrückhaltebecken unterhalb des Klinikums am Erlbach
  • ehemaliger Feuerlöschteich in Wildensorg
  • Eichelsee in Wildensorg
  • Weiher unterhalb der Deponie Gaustadt (Röthelbach)
  • Weiher unterhalb des Tierheims Berganza (sogenannter Kühsee, Röthelbach)
  • Hainweiher

Die Stadt weist auf die "zahlreichen Gefahren" hin, die im Wasser lauern. Neben einer starken Strömung, aufkommendem Treibgut, Schlingpflanzen und geringer Sichttiefe könne der Sog der Personenschifffahrt für Schwimmer*innen gefährlich werden. Selbst für geübte Schwimmer*innen sei es schwierig, diesem Sog zu widerstehen, und auch erfahrene Kapitän*innen könnten diesen kaum ausweichen. 

Anzeigen und Geldbußen bis zu 5000 Euro können drohen

Beim Main-Donau-Kanal handle es sich um eine Bundeswasserstraße. Hier komme die Binnenschifffahrtsstraßenordnung und die Verordnung über das Baden in Bundeswasserstraßen zum Tragen. Demnach sei das Baden im Bereich von Brücken 100 Meter ober- und unterhalb strikt verboten. Führe das Baden zu einem Ausweichmanöver eines Schiffes, stelle dies einen gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr dar und erfülle einen Straftatbestand

Auch das Springen von Brücken stelle eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Das Risiko sei laut der Stadt Bamberg hier besonders hoch, da dort mitunter Gegenstände wie zum Beispiel alte Fahrräder achtlos entsorgt würden. Wer beim Sprung von einer Brücke erwischt wird, muss mit einer Anzeige und einer Geldbuße in Höhe von bis zu 1000 Euro rechnen. 

Wer zudem das Verbot vorsätzlich und fahrlässig übergeht und im Hainweiher oder dem Weiher unterhalb des Sylvanersees am Kleinseeweg badet, kann eine Geldbuße von bis zu fünftausend Euro erhalten. Das unberechtigte Baden in den verbotenen Gewässern mit Ausnahme des Hainweihers kann darüber hinaus eine Geldbuße von bis zu eintausend Euro zur Folge haben.

Baden nur auf Höhe der Hainbadestelle erlaubt

Die Stadt warnt zudem vor einer bestimmten Stelle Richtung Stadt: Der Bereich des Regnitz unterhalb des Hainbades Richtung Schleuse 100 und Wasserschloss Villa Concordia berge besondere Gefahren, denn hier verkehrt eine Fußgängerfähre.

Wer dort bade, laufe Gefahr, sich an Stahlseilen, die quer durch den Fluss verlaufen, schwer zu verletzen. Zudem sei der Sog der flussabwärts gelegenen Turbinen nicht zu unterschätzen. 

Lediglich in einem begrenzten Bereich an der rechten Uferseite des linken Regnitzarmes, beginnend ab der Grundstücksgrenze des Bambergers Hainbades flussabwärts bis zum Flusskilometer 5,9 ("Hainbadestelle") ist das Schwimmen erlaubt.