Ein Vorgarten mit Blumen der 1920er Jahre, dekorative gemischte Rabatten und ein Anbausystem aus Südamerika – die Gärten des Bauernmuseum zeigen sich in neuem Gewand.

Personell machte dies die Museumsleiterin Dr. Birgit Jauernig möglich, indem sie Arbeitsstunden an die neue Mitarbeiterin Kim Kropfelder abgab, eine gelernte Gartenfachkraft mit viel Erfahrung auf dem Gebiet der Museumspädagogik. Sie hat sich auf die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbildung im Garten spezialisiert. Wie das Landratsamt Bamberg berichtet, wurde ihr die Konzeption und Betreuung der Gartenausstellungsflächen übertragen.

Ein gelungenes Ergebnis dieser neuen Aufgabenverteilung ist die Neugestaltung des Vorgartens vor dem alten Bauernhaus. Blumenfreunde können sich hier an der bunten Bauerngartenrabatte mit Stauden und einjährigen Sommerblumen erfreuen, wie sie in den 1920er Jahren beliebt waren. Besonders gespannt darf man auf die historischen Dahliensorten sein.

Vielfältige historische Salatsorten stehen schon prächtig auf den Gemüsebeeten. Jetzt nach den Eisheiligen wurden die frostempfindlichen Gemüsesorten gepflanzt, darunter eine Vielfalt an Stangenbohnen, Tomaten und weiteren Fruchtgemüsen. Besucher können in diesem Jahr auch eine Mischkultur, das aus Südamerika stammende Milpa-System mit dem Dreigespann Mais, Bohne und Kürbis, kennenlernen. Neu im Museumsgarten sind außerdem zwei dekorative Rabatten aus Salaten, Gemüse und Blumen, eine Anregung auch für private Gärten.

Das Bauernmuseum bietet Gartenführungen an. In Planung sind jedoch auch neue Beschriftungen, damit sich die Besucher selbst über die Themenbeete und die einzelnen Pflanzen informieren können. Am Sonntag den 19. Juni findet der Gartentag des Museums mit einer Führung und einer kleinen Verköstigung statt. Garteninteressierte können sich über die Vhs Bamberger-Land anmelden.