Die Welterbestadt als Hochburg der Kriminalität! Diese Nachricht sorgte vor zwei Wochen in den Sozialen Netzwerken für heftigen Widerhall. Ohne den ausführlichen Artikel unserer Zeitung dazu gelesen zu haben, hatten viele Kommentatoren eine einfache Antwort parat. "Ist ja klar, wo es herkommt" oder "Ist ja kein Wunder" war da immer wieder zu lesen - und ohne sie beim Namen zu nennen, wurde unterschwellig die alleinige Schuld für diese Entwicklung bei der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken (AEO) und den dort untergebrachten Flüchtlingen gesucht.

Freilich wirkt sich die Großunterkunft auf die Kriminalität in der Stadt Bamberg aus - aber in welcher Stärke? So war die Polizei im vergangenen Jahr bei rund 700 Einsätzen im Flüchtlingslager gefordert - im Vergleich zu 16 000 Einsätzen insgesamt. Also spielten sich "nur" vier Prozent aller Einsätze in der AEO ab, die somit als Erklärung für den Anstieg der Häufigkeitszahl nicht ausreicht. Diese setzt die Menge der Straftaten in Relation zur Zahl der Einwohner - und in dieser Statistik belegt Bamberg neuerdings den wenig begehrten Platz 1 in Bayern.


Montag um 18.30 Uhr im Verlagshaus

Es lohnt sich also ein genauerer Blick auf die Zahlen und eine tiefergehende Analyse der Gründe. Diese Aufgabe übernehmen wollen FT-Redaktionsleiter Michael Memmel und Chefredakteur Frank Förtsch im Gespräch mit dem Leiter der Polizei Bamberg-Stadt, Thomas Schreiber. Die "Aktuelle Stunde" mit dem Polizeidirektor findet am Montag, 23. Juli, um 18.30 Uhr im Tagungsraum der Mediengruppe Oberfranken in der Gutenbergstraße 1 statt.

Alle Leser und User von infranken.de sind nicht nur als Zuhörer eingeladen, sondern auch als Fragensteller zum Thema Sicherheit. Wer dabei sein möchte, meldet sich vorab telefonisch unter 0951/188108 (Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr) an.