In der jüngsten Sitzung des Burkardrother Gemeinderats stellte Malte Feltel vom beauftragten Ingenieurbüro Stubenrauch aus Königsberg i. Bay. die Änderungen des Wollbacher Bebauungsplans vor. Diese waren im Vorfeld mit den örtlichen Mandatsträgern und bekannten Bauinteressenten eng abgestimmt worden, hieß es. Ende nächsten Jahres sollen die 25 Bauplätze mit einer Größe zwischen 650 und 1000 Quadratmetern erschlossen werden. Die ursprünglich angedachten Wendeflächen wurden durch eine Ringverbindung ersetzt. Das Baugebiet wird von einem zehn Meter breiten Grüngürtel mit Weg zur Pflege des Grabens eingeschlossen, der als Schutz bei Starkregen dient. Vorgegeben sind private Rückhaltungen, Zisternen mit Retentionsvolumen, damit die Fläche für das Rückhaltebecken nicht vergrößert werden muss.

Weiter informierte Feltel, dass der vorhandene Kanal in der Rhönstraße und Brunnengasse undicht ist. Er sollte im Zuge der Erschließung saniert werden.

Gegen die zweite Änderung des Bebauungsplanes Bocksäcker in Premich gingen seitens der Bürger keine Einwände ein. Johannes Hahn vom Büro Hahn aus Bad Kissingen ging eingehend auf die abgegebenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ein. Der überarbeitete Entwurf des Bebauungsplans wurde vom Marktgemeinderat gebilligt, die überarbeiteten Planunterlagen werden erneut öffentlich ausgelegt.

"Ich gelobe Besserung", so Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) auf Vorhaltungen zum Thema E-Ladestation in der Burkardrother Parkscheune. Der Bürgermeister ist für außerplanmäßige Ausgaben nur bis zu einem Betrag von 3750 Euro befugt. Die Ladestation kostete aber rund 9600 Euro. Zuschüsse gab es in Höhe von 4160 Euro, so dass sich die Ausgaben auf rund 5500 Euro reduzierten. Der Unterschiedsbetrag wurde vom Ratsgremium nachträglich genehmigt.

Gemeinderat Martin Hildmann fand es "schade, dass mit den örtlichen Mandatsträgern nicht über den Standort gesprochen wurde". Auch der Lauterer Gemeinderat Egon Gessner kritisierte "zu wenig Information im Vorfeld". Bug hatte den Standort, in der Parkscheune in Burkardroth, am 17. Dezember 2017 angekündigt. Dennoch hätten sich die Räte weitere Informationen beziehungsweise Diskussionen gewünscht. Zweiter Bürgermeister Daniel Wehner schlug deshalb vor, in Zukunft bei Projekten das Gremium mit einzubinden beziehungsweise zu informieren. Zumindest die stellvertretenden Bürgermeister, die die Infos dann weitergeben könnten, sagte er.

Das Ausweisungsverfahren des Wasserschutzgebiets für Oberthulba läuft schon seit Jahren. Bereits im Jahr 2011 waren der Marktgemeinde Burkardroth entsprechende Pläne vorgelegt worden, informierte Bürgermeister Waldemar Bug. Auf die abgegebene Stellungnahme sei bislang keine Reaktion erfolgt. Nun wurden die Pläne erneut vorgelegt. Zu beachten sei, dass sich die Kläranlage Oehrberg auf Obertulbaer Gebiet befindet, hieß es. Die Kanäle zur Kläranlage sowie der Weg nach Hassenbach würden in Schutzzone II liegen. Weil dieser Weg nach einer möglichen Erlöschung des Betriebs der Oehrberger Kläranlage für Leitungen zur Entwässerung nach Oberthulba genutzt werden sollte, sprach sich das Gremium erneut dagegen aus. Auch wurde die frühere Forderung aufrecht erhalten, dass der komplette Talkessel weder in Schutzzone II noch III liegen sollte. Denn die Wiesen könnten vom örtlichen Bauern nicht mehr als Weidegrund genutzt werden. Keine Belange des Marktes werden von der bauleitplanerischen Änderung der Stadt Bad Kissingen berührt. Dementsprechend werden keine Einwände erhoben, beschloss das Gremium.