Die Bedeutung von Bildung - auch im Erwachsenenalter - für ein funktionierendes Sozial- und Gesellschaftssystem ist heute unabdingbar. Hier spielen die Volkshochschulen eine herausragende Rolle. Darüber waren sich die Verantwortlichen der Volkshochschule Bad Kissingen mit ihren Außenstellen Oberthulba, Burkardroth, Bad Bocklet, Nüdlingen, Oerlenbach und der Volkshochschule Hammelburg einig, als sie sich kürzlich mit ihren Bürgermeistern im Rathaus von Bad Kissingen trafen, um die aktuellen Entwicklungen auf dem Weiterbildungsmarkt zu erörtern. Es galt sich mit der demographischen Entwicklung und mit den steigenden Anforderungen und Erwartungen von allen Seiten auseinanderzusetzen. "Alles wandelt sich, nichts bleibt, wie es ist", mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Kay Blankenburg das Treffen. Auch die Volkshochschulen bleiben davon nicht unberührt und wollen sich den Herausforderungen stellen. Der Bayerische Volkshochschulverband e.V. (BVV) unterstützt seine Einrichtungen bei diesem Veränderungsprozess mit einem Strukturförderprogramm, welches die Bildung von Verbünden kleinerer Einrichtungen vorsieht. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass der BVV die Mindestanforderungen für eine Mitgliedschaft verdreifacht hat, haben zahlreiche Gespräche zwischen den Volkshochschulen Bad Kissingen und Hammelburg - kompetent und engagiert begleitet vom Strukturberater des BVV Kornelius Schlehlein - stattgefunden.
Als Ergebnis sprachen sich sowohl der Stadtrat von Hammelburg als auch von Bad Kissingen einstimmig dafür aus, einen Verbund der Volkshochschulen mit ihren Außenstellen zu begründen und in Zukunft gemeinsam aufzutreten. "Dies ist eine große Chance für unsere beiden Volkshochschulen, uns für die Zukunft aufzustellen", freute sich Bürgermeister Armin Warmuth aus Hammelburg, der mit seiner Stadt neuer Verbundpartner Bad Kissingens ist.
Zunächst wird es um die Konzeption eines gemeinsamen Programmheftes, eines gemeinsamen Internetauftritts und eines auch vom Gesetz in Zukunft von Weiterbildungseinrichtungen geforderten Qualitätsmanagements gehen. In einem weiteren Schritt werden die Verwaltungsstrukturen der Volkshochschulen wie AGB, Erreichbarkeiten, Gebühren etc. angeglichen, soweit das nicht ohnehin bereits der Fall war. Von diesem Verbund erwarten sich die Verantwortlichen die Schaffung einer leistungsfähigen Einrichtung mit größerem Angebot und verbessertem Service für die Bürgerinnen und Bürger und damit die Chance zur Erneuerung und Sicherung der Zukunftsfähigkeit beider Volkshochschulen.
Ganz wichtig war es allen Beteiligten an diesem Treffen, dass zwar die Vernetzung ausgebaut, aber der Ortsbezug bestehen bleiben wird. Jeder Ort wird seine Geschäftsstelle behalten und so lokale Ansprechpartner haben. Die Stimmung unter den zukünftigen Partnern war geprägt von Optimismus und Engagement sowie dem Willen, die Volkshochschulen sicher in der Region zu verankern und in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Das erste gemeinsame Programmheft des Verbundes der Volkshochschulen Bad Kissingen, seinen Außenstellen und Hammelburg soll im Frühjahr 2019 erscheinen.