Das Areal um den Gradierbau beschäftigt den Freistaat seit Jahren. Während der Runde Brunnen inzwischen für 1,7 Millionen Euro saniert wurde, sind die Arbeiten an der Unteren Saline in vollem Gange. Der Nordflügel des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes ist eingerüstet. Arbeiter bessern Schadstellen am Gebälk aus und decken das Dach neu ein. "Ziel soll sein, dass wir das Dach bis zum Winter schließen", sagt Christian Rödl vom Staatlichen Bauamt.

Die Untere Saline wurde Ende des 18. Jahrhunderts zur Salzgewinnung errichtet und nach 1968 von der ehemaligen Bäderverwaltung als Werkstätten und Wäscherei genutzt. Seit 1999 ist das Areal ungenutzt. Während der Freistaat 2009 bereits die Dächer der ehemaligen Meister- und Inspektorenwohnung (siehe Grafik) sowie des Sudhauses erneuern lies (Kosten: 360 000 Euro), war der Nordflügel bis heute dem Verfall preisgegeben.


Schaden bislang wie erwartet

Jetzt macht der Freistaat dem ein Ende: Für 800 000 Euro wird der Dachstuhl restauriert. Das darunterliegende Gemäuer, die Holzbalkenkonstruktionen und das teils noch im Innern befindliche, historische Inventar, sollen nicht länger unter der Witterung leiden. Die ehemalige Werkstatt ist bereits zur Hälfte neu gedeckt. Wie Rödl berichtet, kamen bislang keine unangenehmen Überraschungen am Dachstuhl zum Vorschein. "Die Schadensbilder entsprechen dem, was wir ursprünglich analysiert hatten", sagt er. Das Tragwerk des Kesselhaus befindet sich dagegen in einem schlechteren Zustand. "Da werden die Eingriffe größer sein", schätzt der Fachmann. Morsche Stellen werden ausgebessert oder ganz ersetzt. Noch übler ist es um die ehemaligen Wäscherei bestellt. Das Flachdach ist großflächig eingestürzt, in den Räumen haben sich Bäume und Gestrüpp ausgebreitet. Das, was vom Dach übrig ist, wird abgebrochen und die Natur sowie die Trümmer entfernt. "Dann setzen wir eine neue Dachfläche auf", sagt Rödl.