Der Neubau eines Kreisverkehrs an der Aschacher Kreuzung hat den Gemeinderat erneut beschäftigt. Es hat sich nämlich die Frage gestellt, ob der Fußgängertunnel an dieser Kreuzung entfernt werden soll. "Heute wäre der Tunnel nicht mehr genehmigungsfähig", sagte Bürgermeister Wolfgang Back (CSU) - die Steigung sei nicht behindertengerecht, da zu steil, und bei Eisglätte im Winter problematisch. Leicht könnte es hier zu Unfällen kommen.
"Man muss beides koppeln - den Bau des Kreisverkehrs mit der Auflösung des Fußgängertunnels" so die Meinung des Ortsoberhaupts. Die Radfahrer und Fußgänger sollte man an einer extra dafür vorgesehenen Stelle über den Kreisel führen.
Thomas Beck von der Verwaltung stimmte dem zu: "Der Tunnel muss im Winter geräumt und gestreut werden, was dem Bauhof viel Arbeit macht. Außerdem wird die Unterführung nicht allzu häufig verwendet - schon heute bevorzugen viele Fußgänger es, lieber die Straße zu benutzen, trotz der Gefahren." In seinen Augen habe es nur Vorteile, wenn man den Tunnel auflöse.
Antje Kopp (FCW) begrüßte die Schließung des Tunnels: "Die Fußgänger wurden ohnehin durch die Radfahrer gefährdet, die nicht abstiegen, sondern den Tunnel fahrend durchquerten", berichtete sie aus eigener Erfahrung. Andreas Sandwall (CSU) merkte an, dass der Tunnel bereits jetzt schadhaft sei, was in Zukunft größerer Reparaturen bedürfe. "Er hat sich nicht bewährt", so sein Fazit. Gleichzeitig meinte er, dass der Kreisverkehr den Ortseingang von Aschach aufwerte.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dass man den Tunnel schließen bzw. ihn zurückbauen soll. Außerdem einigte man sich darauf, der vorliegenden Vereinbarung des Neubaus eines Kreisverkehrs an der Aschacher Kreuzung zuzustimmen.