FC Viktoria Untererthal - FC Westheim 0:2 (0:0). Tore: 0:1 Andreas Graup (62.), 0:2 Marian Wiesler (69.). Rot: André Tiedemann (62., Untererthal).

Mitte der 2. Halbzeit: Westheims Marian Wiesler und Untererthals André Tiedemann kämpfen um den Ball. Tiedemann spitzelt den Ball weg, trifft dabei auch den Gegner; der Schiri pfeift - und zeigt Tiedemann Rot. Für Informant Sven Röthlein vom FC Viktoria war das die spielentscheidende Szene - zumal Andreas Graup den anschließenden Freistoß mit seinem Heber über die Mauer zur Westheimer Führung versenkte. Der FC war im Duell gegen den Aufsteiger in Hälfte eins die leicht überlegene Mannschaft. In der 11. Minute schnauften die Untererthaler durch, als Maxi Seit einfach mal aus 25 Metern abzog und den zu weit vor seinem Tor stehenden Daniel Hammer überraschte. Der Ball prallte an die Querlatte. Die Westheimer hatten ihrerseits Glück, als ein Viktoria-Eckball auf den zweiten Pfosten durchsegelte und Erik Widiker knapp vorbei am eigenen Kasten klären konnte. Nach der Pause und der laut Röthlein "kapitalen Fehleinschätzung des Schiedsrichters" legte Westheim schnell nach. Marian Wiesler zeigte eine "sensationeller Einzelaktion", so der Untererthaler Informant. Der Offensivspieler ließ drei Gegner stehen und düpierte auch noch Keeper Hammer, indem er den Ball aus spitzem Winkel in die kurze Ecke schoss. Danach war der Wille des Heimteams gebrochen. Westheim übte Dominanz aus und hätte fast noch das 0:3 nachgelegt. Doch Maxi Schaub brachte den Ball freistehend nicht im Untererthaler Tor unter (78.). So nahmen die Gäste relativ souverän die drei Punkte mit.st

SV Ramsthal - Spfrd. Herbstadt 2:0 (0:0). Tore: 1:0, 2:0 Fabian Willacker (48., 80.).

Es war Kampf und Krampf, kein Augenschmaus, so Ramsthals Informant Jochen Hesselbach. Aber am Ende stand der zweite Sieg im zweiten Spiel nach der Winterpause für den SV, der etwas Abstand zwischen sich und den Abstiegsplätze bringt. Dabei hätte es auch anders laufen können, denn die Gäste aus Herbstadt verbuchten die einzige gefährliche Chance durch einen Kopfball von Julian Ankenbrand nach einer Ecke (44.). Der SV kam erst in der zweiten Halbzeit vors Gästetor, dann aber richtig: Sascha Ott schloss zweimal gefährlich ab; Sportfreunde-Keeper Thomas Kneuer hielt gut (46.). Zwei Minuten später war er aber machtlos. Fabian Willacker zog aus 15 Metern ab; der Schuss schlug unhaltbar im langen Eck ein. Danach erarbeiteten sich die Ramsthaler weitere Möglichkeiten, zum Beispiel nach Flanke von Christoph Schießer, die Sascha Ott direkt abnahm. Doch Kneuer parierte (60.). Der zarte Vorsprung des Heimteams geriet noch einmal durch eine Halbchance von Jason Schmitt in Gefahr. Doch dann schaffte erneut Fabian Willacker das erlösende 2:0. Er nahm den Ball direkt. st

FC Rottershausen - SV Riedenberg 2:2 (1:1). Tore: 0:1 Lukas Hergenröther (19.), 1:1 Florian Dorn (26., Eigentor), 2:1 Johannes Kanz (63.), 2:2 Kilian Markart (91.).

Die Riedenberger sicherten sich in letzter Minute einen Punkt: Nach der Ecke von Noah Söder gab der in der Schlussphase eingewechselte Kilian Markart bei seinem Kopfball aus Nahdistanz Keeper Johannes Hein das Nachsehen. Auf dem holprigen Geläuf hatten die Kontrahenten von Anfang an große Probleme bei der Ballbehandlung, gute Torgelegenheiten waren rar gesät. Nachdem ein Schuss des FClers Luca Wilm knapp über den Winkel strich (3.), tat sich in der Folgezeit herzlich wenig, ehe die Gäste gleich ihre erste Möglichkeit zum Führungstreffer nutzten. Lukas Hergenröther setzte sich in einem Laufduell durch und schnippelte die Kugel über den Goalie hinweg in die Maschen. Der Ausgleichstreffer wenige Minuten später war kurios: Nach einem Rückpass von Thomas Vorndran rutschte das Leder SV-Torwart Florian Dorn über den Schlappen ins kurze Eck. Kurz vor dem Seitenwechsel liefen die Gastgeber einen Konter, Pascal Metzler setzte das Spielgerät überhastet über den Winkel. In Führung gingen die Platzherren "aus dem Nichts", nach einem Freistoß, von Johannes Kanz aus der eigenen Hälfte Richtung SV-Tor geschlagen machte Dorn wieder keine gute Figur, "Ich nehme beide Gegentreffer auf meine Kappe", erklärte der Routinier nach dem Abpfiff. Der Tabellenzweite bemühte sich zwar um den Ausgleich, doch es blieb vieles Stückwerk. Auf der Gegenseite agierten die Hausherren, die auf ihren verletzten Torjäger Julian Göller verzichten mussten, aber auch nicht besonders torgefährlich. Das Spitzenspiel, das auf dem Platz nie eines war, endete schließlich mit der insgesamt verdienten Punkteteilung. sbp

FC WMP Lauertal - SG Urspringen/Sondheim/Rh. 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Johannes Keller (64.), 2:0 Daniel Schmitt (78.).

Die Lauertaler sprangen mit diesem Erfolg auf Tabellenplatz Sechs und haben nun Abstand zur Abstiegszone, in der die Gäste festgenagelt sind. "Es war eine insgesamt zerfahrene Auseinandersetzung", berichtete WMP-Pressesprecher Sven Gessner. In dem Sechs-Punkte-Match dominierten die Gastgeber das Geschehen gegen tief stehende SGler, Torchancen waren rar gesät. Eine dicke besaß FCler André Keßler vor der Pause, doch seinen Schuss zerrte Keeper Louis Kümmeth aus dem Winkel. Die Hohen Rhöner, die auf ihren Spielertrainer Markus Herbert verzichten mussten, gerieten in der zweiten Halbzeit noch mehr unter Druck und schließlich in Rückstand: Nach einer Ecke schoss Johannes Keller aus einem Spielergetümmel heraus flach ins Toreck ein. Die Gäste änderten nun ihre Defensivtaktik, doch Zählbares wollte bei gelegentlichen Konterchancen nicht herausspringen. Im Gegenteil, bei einer Unachtsamkeit im Deckungsverhalten setzte Daniel Schmitt den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen. "Danach haben wir nichts mehr riskiert. Der Gegner hat zwar Moral gezeigt und gekämpft wie ein Löwe, doch unsere Verteidigung ließ nichts anbrennen", bilanzierte Gessner.sbp

FC Strahlungen - FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen 6:1 (5:0). Tore: 1:0 Markus Neder (1.), 2:0 Marco Nöth (22.), 3:0, 4:0 Felix Hochrein (26., 33.), 5:0, 6:0 Markus Neder (40.), 52.), 6:1 André Wetterich (78.).

Der FC Strahlungen und seine Fans strahlten nach dem 6:1-Erfolg vor 250 Zuschauenden mit der Sonne um die Wette. Beflügelt durch das blitzschnelle 1:0 gleich beim ersten Angriff machte der Hausherr mit dem ersatzgeschwächten FV Rannungen kurzen Prozess, legte eine starke erste Halbzeit auf den Rasen und beschränkte sich nach dem 6:0 hauptsächlich auf die Ergebnisverwaltung. "Man merkt den Daniel Leicht", freute sich FC-Sprecher Bernhard Nöth über diese große Verstärkung. Das größte Stück vom Torkuchen schnitt sich Markus Neder ab, der als dreifacher Torschütze überzeugte. Die Einheimischen präsentierten sich dynamisch sowie spiel- und lauffreudig. Und torhungrig. Beim 1:0 drang Markus Neder in den 16er ein und knallte das Leder aus spitzem Winkel unter die Latte. Marco Nöth beförderte den Ball per Kopf nach Freistoß zum 2:0 in die Maschen. Der junge Felix Hochrein lieferte einen Doppelpack zum 3:0 und 4:0 innerhalb von sieben Minuten ab. Als Markus Neder aus zwölf Metern abzog, schlug der Ball zum 5:0-Pausenstand in den Maschen ein. "Rannungen hatte zwei gefährliche Freistöße. Einer ging an die Latte, der andere wurde per Kopf verlängert und ging übers Tor." Rannungen, nach vorne ohne Durchschlagskraft, gelang Ergebniskosmetik mit einem schönen Lupfer von André Wetterich über Keeper Johannes Bömmel hinweg. rus

TSV Großbardorf II - FC Reichenbach/Burglauer/Windheim 3:1 (2:0). Tore: 1:0 Manuel Leicht (45.), 2:0, 3:0 Florian Dietz (45.+2, 51.), 3:1 Julian Bötsch (80.).

Im Stil einer enteilten Spitzenmannschaft zog die Reserve des TSV Großbardorf auch aus diesem alles andere als überragenden Spiel wieder drei Punkte an Land. Als der Schiedsrichter abpfiff, kam man nicht an der Redensart vorbei, dass ein gutes Pferd nicht höher springt als es muss. Bereits in der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber zwar den besseren Spielplan, ein leichtes Übergewicht und produzierten weniger Fehler als die Gäste. Zufrieden werden aber beide Trainer nicht gewesen sein. Immerhin konnten die Auswärtigen den Großbardorfer Keeper Barthelmes fast 80 Minuten lang kein einziges Mal ernsthaft prüfen. Auf der anderen Seite setzte Manuel Leicht (28.) erstmals einen Hammer an den Pfosten. Lukas Bauers Direktabnahme (40.) nach Eingabe von Philipp Aumüller strich ganz knapp über die Latte. Als ob sie die Halbzeitansprache ihres Trainers Markus Bach etwas gnädiger ausfallen lassen wollten, erzielten die Boardfer auf den letzten und allerletzten Drücker vor der Pause noch schnell mal zwei Treffer, mit einem Aufwand, wie das halt bei Spitzenmannschaften ist. Manuel Leicht, der ja selber schon einmal zum 1:0 angeklopft hatte, verlängerte eine Eingabe zur TSV-Führung. Beinahe wäre im Gegenzug der Ausgleich gefallen. Markus Erhard brachte aber nach einer Hereingabe von David Dietz zwei Meter vor dem Tor den Fuß nicht hinter den Ball. Stattdessen baute Florian Dietz in der Nachspielzeit die Führung auf zwei Tore aus. Wie ausgewechselt kamen die TSVler aus der Kabine, setzten mit dem Wind im Rücken den Gegner sofort mächtig unter Druck und kamen durch Florian Dietz (51.) schnell zum vorentscheidenden 3:0. Es schien in den folgenden Minuten, als würden sie ihren Gegner an die Wand drücken und zerlegen. Doch es blieb beim "schien". Nach Einschätzung von Teammanager Nico Kirchner "war es unser schlechtestes Spiel des Jahres". rus