FC Thulba - DJK Dampfach (Samstag, 16 Uhr)

Zwei Wochen hatte der FC Thulba (13./12) um Interimscoach Gerald Betz Zeit, die richtigen Schlüsse aus der 0:3-Derbyniederlage gegen den FC 06 Bad Kissingen zu ziehen und die notwendigen Stellschrauben zu justieren, um gewappnet in die Partie gegen Top-Favorit DJK Dampfach (1./42) zu gehen. So testeten die Frankonen unter der Woche gegen Kreisklassist DJK Schondra (3:3), was vor allem den Rekonvaleszenten Cedric Werner, Sebastian Gah und Fabio Reuß Spielpraxis verschaffte. Die Rückkehrer verstärken die Hoffnungen von Abteilungsleiter Christoph Adrio auf den Klassenerhalt. "Ich glaube, wir werden da eine ganz andere Truppe auf dem Platz stehen haben wie noch in der Vorrunde. Wenn zum Beispiel Kapitän Cedric Werner als wichtiger Eckpfeiler in die Innenverteidigung zurückkehrt und uns dort wieder Stabilität gibt, kann Florian Heim eine Position nach vorne rücken und im zentralen Mittelfeld das Spiel lenken." Zur Erinnerung: Auch der spielende Co-Coach Heim war in der Vorrunde lange verletzt.

Adrio sieht die Partie gegen den enteilten Spitzenreiter Dampfach sowieso eher als Chance, denn als hoffnungsloses Unterfangen: "Klar ist das mit Abstand die beste Mannschaft in dieser Saison, aber wir haben nichts zu verlieren. Wir müssen auftreten, wie man im Abstiegskampf auftreten muss - leidenschaftlich, kämpferisch mit Herz um jeden Zentimeter Boden kämpfend. Dann ist es auch möglich Punkte zu holen, und das wollen wir." Dennoch sind die nackten Zahlen des Tabellenführers durchaus beeindruckend. Bei 13 Siegen sowie drei Remis ist das Team von Ex-Profi Oliver Kröner noch immer ungeschlagen und stellt sowohl die beste Offensive (39) als auch die sicherste Defensive (14) der Liga. Vergangenes Wochenende war es gegen Aufsteiger Trappstadt allerdings durchaus eng, denn da enttäuschten die Jugendkraftler anfangs und drehten die Partie durch eine Leistungssteigerung erst in Durchgang zwei. Nicht mit von der Partie war da Top-Torschütze Adrian Hatcher (17 Saisontore), der außer im ersten Saisonspiel, in jeder Partie traf. Das Hinspiel gegen den FC Thulba gewann Dampfach coronabedingt am grünen Tisch.

TSV Münnerstadt - SV-DJK Unterspiesheim (Sonntag, 15 Uhr)

"Schnell abhaken" lautete die Devise für den TSV Münnerstadt (3./30) nach der 1:4-Niederlage in Forst. Auch TSV-Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh richtet den Blick schnell nach vorne auf die Heimpartie gegen Schlusslicht SV-DJK Unterspiesheim (14./6). "Wir freuen uns auf das Spiel und wollen uns gut präsentieren. In Forst sind wir nach gutem Beginn durch vermeidbare Standardtore ins Hintertreffen geraten und haben in Überzahl vielleicht ein bisschen naiv Fußball gespielt. Aber wir sind eine junge Truppe und machen einfach weiter." Bitter ist für die Münnerstädter, dass nun auch Nico Weber neben den langzeitverletzten Simon Snaschel und Lucas Fleischmann mit einer Sprunggelenksverletzung eine Weile ausfällt. Druck für sein Team sieht Schmittzeh aber nicht: "Wir stehen doch super da und möchten weiter unsere Spiele gewinnen, auch wenn wir für ein Tor jetzt mehr ackern müssen. Andere Teams haben größere Probleme."

Da ist vor allem Gegner Unterspiesheim zu nennen, dem man kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt zurechnet. Allerdings sendeten die Jungs von Spielertrainer Patrick Leibold am vergangenen Wochenende ein echtes Lebenszeichen. Im achtzehnten Saisonspiel konnte man erstmals den Platz als Sieger (1:0) verlassen, und das ausgerechnet im Nachbarschaftsderby gegen den TSV Bergrheinfeld mit Ex-Coach Reinhard Seger. Grund genug für die Nägelsieder den Gegner mit Respekt zu empfangen. Die drei Mürschter Torschützen des 3:0-Hinspielsieges sind alle nicht mit von der Partie. Lucas Fleischmann sowie Simon Snaschel fehlen verletzungsbedingt, Ansari Morteza wechselte nach Bad Kissingen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Lukas Schmittzeh, Kapitän Lukas Katzenberger rückt wieder in die Startelf.