Der Rimini-Cup -Sieger 2013 heißt TSG Hoffenheim. Die Jungs des Erstbundesligisten setzten sich nach einem spannenden Finale allerdings erst im Elfmeterschießen gegen den nordbadischen Rivalen Karlsruher SC durch. "Das ist für mich keine große Überraschung", so Chef-Organisator Ecki Fehr, "Hoffenheim und Karlsruhe betreiben über ihre Vereinsinternate bzw. ihre Fußballakademien seit Jahren eine kontinuierliche Förderung, die Talente aus der gesamten badischen Region zu den beiden Klubs zieht".
Dass diese beiden Vereine im Finale aufeinander treffen würden, hatte sich bereits nach den Vorrundenbegegnungen abgezeichnet. In der Gruppe A verloren die KSCler zwar das Auftaktmatch gegen die Griechen von PAOK Saloniki, machten diesen Lapsus allerdings durch einen 2:0-Erfolg gegen die bis dahin ungeschlagene Bayern-Auswahl wett. Diese wurde ihrer Mitfavoritenrolle zunächst gerecht, doch die Niederlage gegen den KSC schien den Spielern vom Club, den Bayern, den Löwen und vom FC Augsburg auf den Magen geschlagen zu sein. Sie vermochten im Laufe des Turnieres nicht an die von ihrem Coach erwartete Form drei Wochen vor dem deutschen Ländervergleich in Duisburg anzuknüpfen. Überraschend stark traten die Spieler aus Saloniki auf, die körperlich zwar nicht die größten Spieler in ihren Reihen hatten, aber kombinationssicher durch die gegnerischen Abwehrreihen wuselten. Nur durch das schlechtere Torverhältnis verpasste der Zweite der griechischen Meisterschaft das Halbfinale. Nichts zu bestellen hatte der "Neuling" beim Rimini-Cup, der FC Fulham. Coach Mark Pembridge war keineswegs enttäuscht über das Abschneiden seiner Akteure, "hier wird auf hohem Niveau gekickt, ich hatte nicht so temporeiche Partien erwartet". Auch der Sechste der englischen Meisterschaft hatte einige "lange Lackel" in seinen Reihen, von Innenverteidigern wie dem 1,91 Meter großen Elijah Adebayor wird man in Zukunft noch hören.

1860 nicht in Bestbesetzung

In der Gruppe B war gegen den späteren Turniersieger aus Hoffenheim kein Kraut gewachsen, die Akteure von Jens Schuster verrieten hohes technisches Können. Platz zwei ging an die Schweden von Helsingsborgs IF, der aktuelle Tabellenführer der schwedischen Liga ist für seine Nachwuchsarbeit berühmt. Nicht so recht zu überzeugen wusste der TSV 1860 München, Coach Fabian Träger konnte zur Entschuldigung allerdings anführen, dass seine Leistungsträger für die Bayern-Auswahl abgestellt waren. Etwas Sand im Getriebe gab es im Spielaufbau von Zenith St. Petersburg, der bereits zum siebten Mal angereiste russische Spitzenklub belegte trotz seines Nationalstürmers Ilya Semkin nur den vierten Gruppenplatz.
Hervorragender Fußball wurde in den Halbfinals geboten, wobei Match eins zwischen dem Karlsruher SC und Helsingborgs IF nach einem 2:2 in einem Elfmeterschießen entschieden wurde. Da setzte sich die TSG nervenstark 4:1 durch. Völlig überrumpelt wurde die Bayern-Auswahl im zweiten Semifinale, schnell lagen die Schützlinge von Helmut Heringlehner mit 0:3 zurück. Besser lief es für die BFV-Auswahl beim Spiel um Platz drei, ein Hattrick des Augsburgers Christof Daferner zwang die Schweden in die Knie.
Vor dem Endspiel erwartete KSC-Trainer Kristian Sprecakovic, noch bestens aus seiner "Schnüdel-Zeit" bekannt, eine spannende Auseinandersetzung, sie war sehr von der Taktik geprägt. Den Führungstreffer der Hoffenheimer, Furkan Cevik verwandelte nach drei Minuten einen Strafstoß, glich Yannick Max aus, doch dann ging kein Team mehr ein Risiko ein. Beim Elfmeterschießen brachten die Karlsruher die ersten drei Elfer nicht unter, der Gegner schon. "Wir wollen den Pokal bei der 25. Auflage verteidigen", versprach Coach Schuster.