SV Ramsthal - FC WMP Lauertal 4:2 (1:1). Tore: 0:1 Daniel Schmitt (17.), 1:1 Simon Kessler (35.), 1:2 Daniel Schmitt (51.), 2:2 Simon Kessler (55.), 3:2 Sascha Ott (86.), 4:2 Dieter Kloos (92.).

Unter gütiger Mithilfe der FC-Verteidigung sicherten sich die Weindörfler drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. "Unsere Fehler sind eine wirkliche Spaßbremse" schimpfte Gäste-Coach Martin Schendzielorz, dessen Elf die Anfangsphase dominierte. Als Daniel Schmitt nach einer Freistoßflanke von Fabian Bauer an SV-Ersatzkeeper Luis Sixt vorbei einköpfte, war die Führung nicht unverdient. Die Ramsthaler, die vorwiegend mit langen Bällen ihre Angreifer in Szene zu setzen versuchten, kamen zum Ausgleich, als Simon Kessler nach dem Steilpass von Björn Morper das Leder an Goalie Sebastian Müller vorbei einschlenzte. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Schendzielorz-Schützlinge neuerlich in Führung: Nach der Hereingabe von Andre Keßler passte die Kopfball-Bogenlampe von Daniel Schmitt genau. Kurz darauf unterlief den FClern ein erster schwerer Lapsus, als nach einem Ballverlust Kessler nach dem Zuspiel von Sascha Ott ein zweites Mal freistehend traf. In der Folgezeit wurden die Aktionen beidseits immer hektischer. Als die ersten Zuschauer in Erwartung einer Punkteteilung schon den Heimweg angetreten hatten, verdattelten die Gäste mit ihrem riskanten Spiel am eigenen Sechzehner neuerlich den Ball, sodass Sascha Ott per Tunnel gegen den herausstürzenden Müller erfolgreich sein durfte. Mit dem Schlusspfiff kassierten die Lauertaler noch den vierten Gegentreffer: Nach einer Freistoßflanke von Niklas Rausch köpfte der gerade eingewechselte Dieter Kloos mit seinem ersten Ballkontakt zur endgültigen Entscheidung ein. "Wir haben die drei Punkte, alles andere zählt in unserer momentanen Situation nicht", freute sich SV-Trainer Bastian Knauer. sbp

FC Reichenbach - FC Rottershausen 0:0.

Auf der Waldsportanlage waren zum Landkreisderby 170 Zuschauer erschienen, doch diese konnten sich nur an Bratwurst und Flüssigem ergötzen. Das Match war in spielerischer Hinsicht eine einzige Enttäuschung, die Kontrahenten erarbeiteten sich in der von Kampf und Fehlpässen geprägten Auseinandersetzung jeweils nur eine Möglichkeit, die man als Torchance bezeichnen konnte. In der ersten Halbzeit beharkten sich die Teams vorwiegend im Mittelfeld, von einem geordneten Spielaufbau war nichts zu sehen. Die Abwehrreihen hatten alles im Griff und die Torhüter nichts zu tun. Da auch die Standardsituationen verpufften, schwante so manchem Fan schon zur Halbzeit, dass es entweder kein Tor zu sehen gäbe oder eines, dass auf einer unglücklichen oder Zufallsaktion beruhen würde. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Teutone Markus Erhard die Führung auf dem Kopf, nach Freistoßflanke von Christoph Hillenbrand zerrte Keeper Sedrick Rotter die Kugel aber noch von der Torlinie. Erhard war kurz vor der Pause eingewechselt worden, nachdem Jannik Schäfer mit Oberschenkelzerrung vom Rasen genommen werden musste, gleiches widerfuhr seinem Vertreter David Dietz, der nach zwei Minuten nach seiner Einwechslung einen Schlag aufs Sprunggelenk erhielt. Die Erhard-Gelegenheit animierte aber weder die Heimelf noch die "Spirken", das Warten auf eine blitzgescheite Offensivaktion hielt an. Bis zur 87. Minute, als sich dann auch Eric Reß auszeichnen konnte. Nach einer von Fabio Erhard hereingegebenen Ecke warf sich Johannes Kanz in die Flugbahn, doch der Kopfball des Rottershäusers wurde eine Beute des Torhüters. sbp

Spfr. Herbstadt - FC Untererthal 1:5 (1:1). Tore: 1:0 Julian Ankenbrand (20.), 1:1 Mathias Tartler (33.), 1:2 Christian Nöth (54., Eigentor), 1:3 Simon Hereth (61.), 1:4 Mathias Tartler (66.), 1:5 Christoph Gerlach (89.).

Nach dem 3:0-Sieg gegen den FC Steinach im vorherigen Spiel hatten die Sportfreunde Herbstadt die große Chance, mit einem weiteren Heimsieg ihre Chance auf den Klassenerhalt zu erhöhen. Aus der Chance wurde ein Albtraum in Form einer saftigen Schlappe gegen einen direkten Mitbewerber um die weitere Kreisliga-Zugehörigkeit. Dabei hatte es doch so gut angefangen. Nach starkem Beginn nahm Julian Ankenbrand am Elfmeterpunkt eine Flanke von Franz Brückner auf und versenkte den Ball unhaltbar für Gästekeeper Daniel Hammer zum 1:0 . Das war's aber noch nicht an Chancen in der ersten Halbzeit. Michael Gabold und Jannik Hofmann fehlte aber das Schussglück im Abschluss. Nach einem Angriff über die linke Seite profitierte stattdessen Mathias Tartler von einem Missverständnis der Herbschter Abwehr. In der zweiten Halbzeit machte sich bemerkbar, dass das Nervenkostüm der Sportfreunde den Anforderungen des Abstiegskampfs nicht standhielt. Das Eigentor von Christian Nöth bedeutete den Anfang vom Ende der Sportfreunde. Per Abstauber erhöhte Simon Hereth, dann traf Mathias Tartler mit einer wunderschönen Volleyabnahme. Christoph Gerlach machte mit einem Kopfballtreffer nach einer Ecke den Deckel drauf auf das Herbstädter Fiasko und den Untererthaler Befreiungsschlag. rus

TSV Bad Königshofen - SV Riedenberg 2:1 (1:0). Tore: 1:0 Timo Helmer (17.), 2:0 Alexander Erlanov (63.), 2:1 Thomas Vorndran (90.+1).

Die Riedenberger hatten das Spiel mit einer total offensiven Einstellung begonnen, die aber weit genug vor dem TSV-Strafraum zum Erliegen kam. An der Seite der Routiniers Daniel Blau und Franz Schmitt erreichten auch die Jungspunde Jakob Wiesenmüller, Leonhard Hüllmandel sowie das gesamte Mittelfeld ein höheres Niveau als in den letzten Spielen. Alex Sarwanidis Flugkopfball (16.) war irgendwie die Ansage für das 1:0, das Timo Helmer in der Manier von Arien Robben erzielte, nur von der linken Seite aus. Es war die erste Führung in diesem Jahr, und sie tat der TSV-Truppe gut. Die Einheimischen kämpften sich mit viel Einsatz und Leidenschaft ins Spiel hinein, gestalteten es in der ersten Halbzeit wenigstens schon ausgeglichen und bestimmten es in der zweiten nach Belieben. Als Sarwanidi (58.) sich durchrackerte und für Erlanov auflegte, vergab der zunächst kläglich. Fünf Minuten später kam es zur identischen Vorarbeit durch Sarwanidi, nur von der anderen Seite aus. Und jetzt machte es der jüngere der beiden Alexander wesentlich besser, ließ Keeper Lars Schaab keine Chance - 2:0. In der Folge versäumte es der TSV mehrfach, den Sack zuzumachen. Nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Thomas Vorndran geriet Bad Königshofens Verdienter Sieg in der Nachspielzeit für ein paar Sekunden in Gefahr, als die Rhöner die Chance zum Ausgleich ebenso unerklärlich wie zuvor schon mehrere Schussversuche in aussichtsreicher Position vergaben.rus

FC Strahlungen - TSV Steinach 4:0 (2:0). Tore: 1:0 Felix Beck (2.), 2:0 Max Grimm (16.), 3:0 Benedikt Bötsch (69.), 4:0 Julian Baumgart (90.+2, Eigentor).

"So komisch es sich trotz des 4:0-Sieges anhört. Es war gegen Steinach nicht das super Spiel wie in den letzten Partien", sagte Co-Trainer Jürgen Hein nach dem fünften Sieg des FC Strahlungen in Folge. "Wir haben aus wenigen Chancen die Tore gemacht, waren sehr effektiv." Auf dem Kunstrasen vor einmal mehr großer Kulisse von 250 Zuschauenden in dem Fußball-begeisterten Ort, spielten dem FC zwei frühe, schön herausgespielte Tore in die Karten. Nach der Pause bedeutete das 3:0 die Vorentscheidung. Dabei hatte der kurzfristige Ausfall von Markus Neder (beim Aufwärmen verletzt) für eine Schrecksekunde gesorgt. "Aber die Jungs haben das alle gut gemacht", freute sich Hein. Und auch darüber, dass "wir das dank guter Leute auf der Auswechselbank kompensieren können. Jetzt freuen wir uns am Samstag auf das Spiel in Großbardorf. Die Jungs haben sich das verdient." Wer nicht pünktlich am Sportplatz eintraf, verpasste das 1:0, als Max Grimm und Felix Beck Doppelpass spielten und Beck zur Führung vollendete. Klasse auch das 2:0, als Max Grimm mit einem herrlichen Kopfball in den Winkel die Flanke von Daniel Leicht veredelte. Danach herrschte auf beiden Seiten weitgehend Funkstille. Nach dem Seitenwechsel blieb das Aufbäumen der Gäste aus. Strahlungen war die Mannschaft, die in den entscheidenden Situationen zuschlug. Zum 3:0 von Benedikt Bötsch war Felix Beck der Wegbereiter. Und in der Nachspielzeit legten sich die Gäste kurz vor Ostern selbst ein "faules Ei" ins Netz, als Julian Baumgart ein Eigentor unterlief. rus