TSV Großbardorf - FC Würzburger Kickers.
Nach dem 2:0-Erfolg des TSV Großbardorf am vergangenen Samstag in den Bayernliga Nord gegen den Würzburger FV findet die Würzburger Woche mit dem Gastspiel des Drittligisten Würzburger Kickers an diesem Mittwoch (Anpfiff: 18.15 Uhr) ihren Höhepunkt. Die Schützlinge von Dominik Schönhöfer haben sich diesen Kracher in der zweiten Hauptrunde des BFV-Totopokals gegen die Überflieger-Profitruppe mit Trainer Bernd Hollerbach durch einen 2:1-Erfolg beim Landesligisten SV Euerbach/Kützberg verdient.
Die Kickers haben bisher in der 3. Liga in ihren drei Saisonspiele drei Mal unentschieden gespielt. In der Fremde mussten sie noch kein einziges Gegentor schlucken, man spielte in Wehen-Wiesbaden und Münster jeweils 0:0. Im Heimspiel gegen Dynamo Dresden führte man trotz Unterzahl lange mit 1:0, musste aber noch den Ausgleich hinnehmen.


Eine Klasse übersprungen

Nach ihrem Regionalligaaufstieg im Sommer 2011 haben die Kickers eine rasante und stetige Entwicklung zu einem aufstrebenden Proficlub hingelegt. Im Frühjahr 2011 spielte man noch in der Landesliga, die Bardorfer eine Klasse höher. Durch die Ligenreform bekamen die Kickers als Zweitplatzierter die Chance, bis in die Regionalliga aufzusteigen und somit eine Klasse zu überspringen. Die Grabfeld-Gallier scheiterten damals am BC Aichach, den dann die Würzburger ausschalteten. Seitdem geht es mit den Rothosen stetig bergauf, was in der vergangenen Runde mit dem Aufstieg in die Drittklassigkeit gipfelte. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams, ebenfalls im Pokal, gewannen die Würzburger im September 2012 mit 3:1.
Sicher ist, dass Würzburg - der WFV - nicht gleich Würzburg - die Kickers - ist. "Wir wissen, dass wir krasser Außenseiter sind gegen ein Team, das zu den stärksten der 3. Liga zählt. Mit Bernd Hollerbach haben sie einen herausragenden Trainer, der viel Erfahrung aus seiner aktiven Profizeit besitzt", erklärt der Coach der Grabfelder. Aber Schönhöfer betont, dass seine Elf so lange wie möglich dagegenhalten soll. "Hoffentlich geraten wir nicht zu schnell in Rückstand, dem wir hinterherlaufen müssen." Er fordert von den Seinen, dass sie immer wieder versuchen, selbst Aktionen zu starten, damit der Druck der Gäste nicht zu groß wird. "Wir wollen in jedem Fall alles reinwerfen und den Besuchern ein gutes Spiel zeigen. Körperlich, taktisch und vom Tempo her wird das sicher für meine Jungs eine ganz andere Herausforderung und sie können daraus lernen. Aber wir werden versuchen, unser Spiel beizubehalten und das Bestmögliche rauszuholen."


Zehe als Option auf der Bank

Personell kann Schönhöfer wieder auf Dominik Zehe zurückgreifen, der aber erst einmal auf der Bank Platz nehmen wird. "Er ist im Laufe der Partie eine gute Option fürs Mittelfeld." Im Kader wird wohl auch Björn Schönwiesner stehen, der vergangene Woche aus Neuseeland zurückgekehrt ist und am Sonntag gleich einen Treffer für die U 23 der Bardorfer erzielt hat. "Er wird in den nächsten Wochen immer wieder mal helfen, solange seine Kraft reicht", schließt der TSV-Coach seinen Einsatz nicht aus.
Der TSV Großbardorf weist darauf hin, dass Liga-Dauerkarten für Toto-Pokal-Spiele nicht gültig sind.