TSV Kleinrinderfeld - FC Fuchsstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Zum Tabellennachbarn nach Kleinrinderfeld (10./1) müssen die "Füchse" (4./23) fahren - wenn man auf die Fairness-Tabelle schaut. Denn da liegen die Kontrahenten fast gleichauf als Fünfter und Sechster. Ansonsten trennen die Teams geradezu Welten. Während die Gastgeber die Aufstiegsrunde bereits abhaken dürfen, liegt die Halbig-Elf diesbezüglich auf Kurs. "Ein Auswärtssieg wäre Gold", meint Martin Halbig, warnt aber seine Schützlinge ausdrücklich vor dem Gegner, "der gegen uns befreit aufspielen kann."

Die missliche Lage der Elf von Alexander Münz lässt sich mit dem personellen Umbruch im Sommer erklären, es verließen gleich zwölf Akteure den Klub aus dem Würzburger Landkreis, unter anderem Leistungsträger wie die Kramosch-Brüder (nach Rimpar) oder Stürmer Silas Krebelder (Unterpleichfeld). Die Neuzugänge waren meist jung und unerfahren. "Aber sie haben bei den vielen knappen Niederlagen durchaus Biss gezeigt. Beim 2:0-Sieg im Hinspiel hatten wir so unsere Probleme", ruft der FC-Coach in Erinnerung. "Aber wenn wir an die Leistung der zweiten Halbzeit vom vergangenen Wochenende anknüpfen, als wir die Lengfelder regelrecht niedergekämpft und niedergelaufen haben, bin ich optimistisch, dass wir drei für uns ganz wichtige Punkte einfahren."

Verzichten müssen die Fuchsstädter auf die Lieb-Brüder und wahrscheinlich auch auf den gegen Lengfeld überzeugend aufspielenden Simon Bolz. Zurück im Kader ist Michael Emmer.

TSV Forst - FC Thulba (Sonntag, 15 Uhr)

Vor drei Wochen hätte man den Thulbaern (13./10) bei der Reise nach Forst (8./16) gewünscht, dass sie nicht mit einer Packung heimfahren. Doch nach zwei Siegen gegen die Spitzenteams aus Oberschwarzach und Altbessingen sieht die Welt der Frankonen wieder viel freundlicher aus. "Wir treten nicht ohne Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis die Fahrt an", gibt sich FC-Pressesprecher Christoph Adrio optimistisch, auch wenn die Erinnerung an das letzte Gastspiel beim Gegner immer noch präsent ist. "Im Herbst 2019 haben wir dort nach einer unterirdischen Leistung mit 2:9 verloren", weiß Adrio. Damals war der TSV Forst unter Coach Florian Hetzel, der den Dirigentenstab längst an TSV-Urgestein Roman Glöckner weitergereicht hat, noch ein Titelkandidat.

Diese Favoritenrolle existiert allerdings nicht mehr, die 1:5-Niederlage vom Wochenende beim Spitzenreiter DJK Dampfach dokumentiert, dass die Gastgeber derzeit nur ein mittelklassiges Team zur Verfügung haben. Daran können auch die bislang erfolgreichsten Akteure Tim Westerhausen (6) und Mohamed Hamdoun (5) nichts ändern. Die hohe Anzahl an Gegentreffern (24) hat trotz erfahrener Kräfte wie dem Ex-Bad Kissinger Adnan Hamzic oft einen Strich durch die Forster Rechnung gemacht. Fraglich ist bei den Hausherren der Einsatz von Torhüter und Kapitän Ben Stacey, bei den Frankonen steht mit Alexander Büchner der Garant der jüngsten Erfolge weiterhin zwischen den Pfosten. "Wir haben keinen Anlass, die Mannschaft großartig umzustellen", verlautet Adrio. Der FC-Kader könnte möglicherweise mit dem zuletzt fehlenden Maximilian Gah aufgepeppt werden. Das Selbstbewusstsein bei der Mützel-Elf ist jedenfalls so groß, dass sie auf einen Punktgewinn in der Botensteig-Arena hofft. "Dieser würde unsere Ausgangslage in Sachen Klassenerhalt weiter verbessern", so Adrio.

TSV Münnerstadt - SV Rödelmaier (Sonntag, 16 Uhr)

Mit einem Derby beschließt der TSV Münnerstadt (3./23.) seinen womöglich "goldenen Oktober". Die Mikolaj-Schützlinge könnten mit einem Sieg gegen Rödelmaier (9./14) die am Wochenende spielfreien 06-er vom zweiten Tabellenplatz verdrängen. "Auf die prekäre Tabellen-Situation des Gegners können und wollen wir keine Rücksicht nehmen", sagt TSV-Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh, der einst das Rödelmaierer Trikot trug und immer noch mit vielen SV-Kickern gut bekannt ist, "weswegen dieses Spiel für mich immer etwas Besonderes ist." Münnerstadts Vorteile liegen eindeutig in der Offensive. Zehn Treffer mehr als der Gast haben die Lauerstädter erzielt. Auch der Vergleich der erfolgreichsten Torschützen spricht für die Einheimischen: TSV-Torjäger Simon Snaschel führt mit 14 Treffern die Liga-Torjägerliste deutlich an.

Auf der Gegenseite durfte der aus Salz/Mühlbach gekommene Nico Rauner fünfmal jubeln. "Ich rechne damit, dass Rödelmaier erst einmal sein Heil in einer massierten Deckung sucht. Da müssen wir einfach geduldig agieren", vermutet Schmittzeh wohl nicht zu Unrecht. In personeller Hinsicht ist beim Tabellendritten noch nicht klar, wer zwischen den Pfosten steht, weil sich Patrick Balling immer noch im Urlaub befindet. Goran Mikolaj darf sich also zwischen Lorenz Büttner und Jonas Warthemann entscheiden. Fehlen wird der erkrankte Philipp Müller, dagegen kehrt Niklas Markart erstmals in dieser Saison in den Bezirksligakader zurück.