Diesen Tag werden fünf Jungwölfe ganz gewiss nicht vergessen. Beim U8-Turnier in Amberg hatten gleich fünf Spieler der Kissinger Wölfe ihr erstes Tor überhaupt erzielt. "Und da ist es Tradition, dass die Kinder einen Puck bekommen mit Datum und einer kleinen persönlichen Widmung", berichtet Trainer Valerij Dancov, der mit 15 Spielern - der eigene Kader umfasst insgesamt 19 Akteure - und zwei Betreuern in die Oberpfalz gereist und mit dem Auftritt seiner Mannschaft mehr als zufrieden war in den Spielen gegen Amberg, Pegnitz und Höchstadt. "Das Turnier war prima organisiert. Und wir haben unsere Ziele erreicht. Die Jungs haben nämlich alle gekämpft und sich gut verkauft", so Dancov, der bei aller Freude über den einen Sieg keine Ergebnisse preisgeben wollte. "Darum geht es doch nicht bei solch einem Turnier. Die Spieler sollen sich weiterentwickeln, das allein zählt."

Diesen Sonntag dürfen sich die Jungwölfe erneut beweisen, und das auf eigenem Eis, wenn es ab 10.30 Uhr gegen die Teams aus Pegnitz, Höchstadt und Haßfurt geht. Es finden immer zwei Spiele gleichzeitig statt mit vier Spielern sowie einem Goalie pro Team. Eine Partie dauert, wie vom Verband vorgegeben, 24 Minuten am Stück. "Die Jungs sollen genauso auftreten wie in Amberg. Es geht um Kampfgeist und Teambildung", sagt Dancov und kündigt gleich ein weiteres Turnier in eigener Halle an, denn am 25. Februar empfängt die U10 der SG Bad Kissingen/Haßfurt die Kollegen aus Bayreuth, Pegnitz und Ingolstadt. Die aktuellen Diskussionen um die Transferpolitik der unterfränkischen Vereine wollte Dancov nicht kommentieren. Und auch keine Stellung nehmen zu den womöglichen Beschimpfungen ("Söldnertruppe") bei einem anderen Turnier. "Ich selbst habe nichts gehört und möchte betonen, dass wir uns zuletzt in Amberg sehr wohl gefühlt und mit allen einen freundschaftlichen Umgang gepflegt haben. Ob unter den Zuschauern oder Spielern Sprüche dieser Art gefallen sind, dazu kann ich nichts sagen."

Unappetitlich genug, dass einige Vereine aus dem Süden des Freistaates offensichtlich Gefallen daran gefunden haben, das fränkische Trio innerhalb der Verzahnungsrunde als Feindbild aufzubauen. Da wurden zuletzt Grenzen der Geschmacklosigkeit deutlich überschritten.