Thomas Berndaner geht ja längst als Eishockey-Unterfranke durch seit seinem ersten Engagement außerhalb der oberbayerischen Heimat im Jahr 1992 - beim ERV Schweinfurt. Zuletzt verstärkte der Verteidiger den ESV Würzburg, trug davor auch das Trikot der Haßfurt Hawks und natürlich das der Kissinger Wölfe zu Beginn des Jahrtausends, als der letzte Vorsitzende der Wölfe, Michael Rosin, noch selbst auf dem Eis stand. Die letzte Saison an der Saale war die Spielzeit 2013/2014 unter Trainer Romans Nikitins.

Umso überraschender, dass Berndaner nun für die Lauterbach Luchse aus dem Hessischen aufläuft: als Spielertrainer mit 51 Jahren. Eine Liaison, die quasi eine Bad Kissinger Vergangenheit hat. "Sven Naumann, ein ehemaliger Mitspieler bei den Wölfen, hatte mich in der Vergangenheit schon öfters angefragt, ob ich nicht Interesse an einem Trainerjob in Lauterbach hätte", erzählt Berndaner, der ja an der Saale sogar stellvertretender Vorsitzender der Kissinger Wölfe war, damals unter dem Vorsitz von Wassili Ledin.

Als Wahl-Schweinfurter wäre ein Verbleib bei den Würzburger Eisbären durchaus naheliegend gewesen, zumal Berndaner dort auch ein Nachwuchs-Team trainierte. "Mit Oli Lang hätte ich zusätzlich die 1. Mannschaft trainieren können, aber ich fand die Perspektive in Lauterbach besser." Also an jenem Ort, an dem die Kissinger Wölfe nach der Hallenschließung ihr letztes "Heimspiel" austragen mussten. Quasi in Eigenregie unterhält der EC Lauterbach um Vorsitzenden Manfred Naumann, dem Vater von Sven Naumann, seine Eissport-Arena. In der aktuell unterbrochenen Saison hatten die Lauterbacher erst zwei Spiele austragen, beide siegreich gestalten können.

Auf ehemalige Wegbegleiter trifft Berndaner auch in der Hessenliga, die in etwa der unterfränkischen Bezirksliga entspricht. Im Team der Luchse steht mit Goalie Sebastian Grunewald ein weiterer Ex-Wolf. Eine Bad Kissinger Vergangenheit hat auch der DEL-erfahrene Alexander Engel, der für den EJ Kassel aufläuft. Die Hessenliga komplettieren RT Bad Nauheim 1b, Bitburger ESV, Eintracht Frankfurt und die Löwen Frankfurt 1b.