Bevor der Saisonvorhang für die "verrückten Aufsteiger" endgültig fällt, müssen die Saalestädter für ihren letzten Auftritt (Samstag, 19 Uhr) noch einmal in die Oberpfalz reisen. Der finale Akt einer bisher glänzenden Saison findet beim ASV Neumark statt, der zusammen mit den Saalestädtern in die 2. Liga aufgestiegen war. "Für Neumarkt ist die Saison leider gänzlich anders verlaufen als für uns", so Pressesprecher Olly Wendt, stehen die Oberpfälzer doch zusammen mit dem ASV Dachau schon seit mehreren Spieltagen als Absteiger fest.

Und so gilt es für die Mannen von Trainer Tado Karlovic noch einmal alle Kräfte zu bündeln, um eine fantastische Saison mit dem dritten Tabellenplatz zu krönen. "Noch ist da nichts in trockenen Tüchern", freut sich Friedrich Fell neben der Partie gegen Neumarkt auch auf das "Fernduell" gegen Ligakonkurrent und Tabellenvierten Freiburg, der beim TSV GA Stuttgart gastiert: "Sollte Freiburg gewinnen, reicht uns auch ein Tie-Break-Erfolg, um Tabellendritter zu bleiben", erklärt der Hammelburger Mittelblocker, dessen Teamkollegen das Spiel gegen Neumarkt keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. "Neumarkt wird noch einmal alles daran setzten, sich mit einem Erfolg aus der Liga zu verabschieden", so Trainer Tado Karlovic, in dessem Team erneut das Rotationsprinzip Anwendung findet: "Aldin Dzafic fällt mit muskulären Problemen aus, sodass Olli Möller noch einmal zuspielen wird."

Ansonsten sind aber alle (noch vorhandenen) Spieler an Bord, so auch der gerade aus Italien zurückgekehrte Lorenz Karlitzek. Der 17-Jährige schmetterte über Ostern im Nationaltrikot bei einem internationalen U-20-Turnier in Italien, bei dem er Siegen gegen renommierte italienische Jugendmannschaften und das italienische Nationalteam feiern konnte. Am Ende musste man sich im Spiel um Platz drei nur knapp den Slowenen geschlagen geben. Lorenz ist einer von wenigen Spielern ohne kleinere oder größere Blessuren einer kräftezehrenden Saison: "Deswegen sind wird dann auch erstmal froh, dass wir alle dann erstmal eine längere Regenerationsphase vor uns haben", so Trainer Karlovic.

Übrigens wird neben Meister SV Fellbach auch Vizemeister Eltmann auf den Aufstieg in die Bundesliga verzichten. Zu groß ist der wirtschaftliche Kraftakt. Das musste auch Erstligist Coburg/Grub erfahren, der nach seiner Insolvenz in der neuen Saison ebenfalls in der 2. Bundesliga Süd starten wird.