In Aschaffenburg unterzogen sich einige heimische Leichtathleten einem ersten Test nach der langen Zwangspause. Der überwiegende Teil der Leichtathleten hatte aufgrund der Pandemie kein geregeltes Training. Sportplätze waren bekanntermaßen gesperrt und Training in Gruppen verboten.

"Wir haben viel improvisiert und auch zu Corona-Zeiten gut weiter trainiert", begründet Heiko Schmitt die gute Form seiner Tochter Hanna, die in Aschaffenburg gleich vier neue persönliche Bestmarken in der U18 verbuchte. Im Hochsprung übersprang sie 1,59 Meter, sprintete die 100 Meter in 13,31 Sekunden und wurde für die gleich lange Strecke in 15,45 Sekunden gestoppt. Im Kugelstoßen scheiterte die Gymnasiastin aus Westheim mit 11,74 Meter nur knapp an der anvisierten Marke von zwölf Metern, die sie im Training bereits übertraf. Auch im Diskuswurf (29,65 Meter) und im Weitsprung (4,98 Meter) war die Vielstarterin dabei. Jetzt sucht das Vater-Tochter-Gespann eine Startmöglichkeit im Siebenkampf. "Bei idealen Bedingungen und einem guten Tag ist die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft realistisch. Aber da muss es ähnlich gut wie in Aschaffenburg laufen", meint der Vater und Trainer.

Es ist noch Zeit...

Die Hammelburger Trainingsgruppe von Paul Fella und Angelika Franz-Fella ist da noch nicht ganz so weit und gab einen dezenten Einstand am Untermain. In einem ungemein stark besetzten Weitsprung der Jugend U18 musste sich Lilian Heid mit 5,03 Meter und Rang acht zufrieden geben. Die aktuelle bayerische Hallenmeisterin ist aber bekannt dafür, dass sie erst bei den wichtigsten Meisterschaften ihre besten Sprünge auspackt. Da die weiß-blauen Titelkämpfe erst für Ende September in Erding angesetzt sind, könnte ihr dies auch in der aktuellen Freiluftsaison wieder gelingen.