SG Oerlenbach/Ebenhausen - TSV Wollbach 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Jonas Kirchner (38.), 0:2 Felix Warmuth (70.). Gelb-Rot: Felix Warmuth (80.), Benedikt Theimer (86., beide Wollbach).
In Sachen Effektivität hatte der TSV Wollbach an diesem heißen Sonntagnachmittag einfach mehr anzubieten. Und entführte daher konsequenterweise die drei Punkte aus Ebenhausen, wo die gastgebende Spielgemeinschaft sich schwer tat beim Kreieren von Torchancen. Schon möglich, dass das Spiel einen anderen Verlauf hätte nehmen können, hätte Joachim Hofmann nach einer Viertelstunde seinen Hochkaräter nutzen können im Duell mit TSV-Torsteher Florian Erb. Erstmals schlug der Gast kurz nach der ersten Trinkpause zu, als Alexander Zink SG-Keeper Daniel Dees zur Parade zwang und Jonas Kirchner den Abstauber verwertete. In einem Spiel mit wenigen Torchancen wartete Wollbach geduldig auf seine Chance - und nutzte diese schließlich durch Felix Warmuth, der per Kopf erfolgreich war. Erst in doppelter Überzahl wurden die Hausherren offensiv etwas zwingender, aber Spannung sollte vor guter Kulisse nicht mehr aufkommen angesichts der zu großen Streuung bei den Weitschüssen.

BSC Lauter - SG Oberleichtersbach/Modlos 1:4 (0:2). Tore:
0:1 Tobias Romeis (7.) , 0:2 Rene Lormehs (25.), 0:3 Florian Friebel (55.), 1:3 Frank Brückner (58., Eigentor), 1:4 Florian Friebel (70.).
Etwas schwer tat sich BSC-Coach Oliver Keidel bei der Analyse dieser Niederlage. Und entschied sich dann doch für eine eher moderat gehaltene Kritik. Man kann ja schließlich auch den Gegner loben, der die Aufstiegs-Euphorie mit in die neue Saison genommen hat und gegen mit angezogener Handbremse spielende BSCler einen sauberen Erfolg eintütete. Tobias Romeis hatte früh einen Abwehrfehler bestraft, ehe Rene Lormehs eine feine Kombination veredelte. Klar im Abseits stehend, erhöhte Florian Friebel nach der Pause, um schließlich auch zum Endstand zu treffen. Bezeichnend, dass der Ehrentreffer der Lauterer aus einem Eigentor resultierte.

TSV Reiterswiesen - SV Morlesau/Windheim 4:0 (3:0). Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 Gani Dervisi (4., 17./Foulelfmeter, 38., 57.).
Natürlich war Gani Dervise der Mann des Tages beim TSV Reiterswiesen. Schließlich hatte der Routinier vor dem Wechsel einen lupenreinen Hattrick erzielt und nach der Pause auch zum Endstand getroffen. Mit einem richtigen Sahne-Tor, wie Tobias Vogel fand. "Da hat er erst den Torwart, dann einen Verteidiger und dann wieder den Torwart düpiert", sagte der TSV-Abteilungsleiter, der einen auch in der Höhe hochverdienten Sieg seiner Elf gesehen hatte, die sich nur nach dem Wechsel eine kurze Phase der Unkonzentriertheit geleistet hatte. Freilich ohne Folgen, weil die Gäste nie ein ebenbürtiger Gegner waren. Im Gegenteil: Dervisi, Florian Heller, Sven Kleinhenz und Marlon Schwientek hatten weitere TSV-Treffer auf dem Fuß.

SV RW Obererthal - FC Bad Brückenau 0:3 (0:1). Tore: 0:1 Johannes Meixner (16.), 0:2 Ronald Kömpel (56.), 0:3 Eugen Ortmann (81.). Bes. Vorkommnis: Michael Helm pariert Foulelfmeter von Florian Jakobsche (56.).
Allein an diesem zweiten Gegentor wollte Lukas Heid die Niederlage nicht festmachen. Wollte aber auch nicht verhehlen, dass dieser Treffer von Ronald Kömpel schon einer Vorentscheidung gleich kam - mit mehr als ärgerlicher Entstehungsgeschichte aus Sicht der Rot-Weißen. Schon den Elfmeterpfiff kurz zuvor hatte der SV-Spielertrainer nicht nachvollziehen können ("Da musst du im Spiel dann zehn Elfer geben"). SV-Keeper Michael Helm entschärfte freilich den von Konstantin Jakobsche geschossenen Strafstoß, parierte gar den Nachschuss. Und stand dennoch mit leeren Händen da, weil Kömpel im erneuten Nachsetzen traf, sich aber aus Heid'scher Perspektive regelwidrig Platz am Pfosten verschafft hatte. "Der dritte Treffer war dann gut gemacht, da hat der Schütze zwei unserer Spieler aussteigen lassen und gekonnt abgeschlossen", sagte Lukas Heid, wusste freilich auch, "dass wir ohne das 0:2 das Spiel länger hätten offen gestalten können". In Führung gegangen waren die Sinnstädter durch Johannes Meixner nach einem blitzgescheiten Pass in die Schnittstelle der etwas zu hoch stehenden SV-Abwehr, die dann mit Fortuna im Bunde war, als Florian Jakobsche mit einem Schuss den linken und den rechten Pfosten traf, ehe sich Helm das Leder krallte. Kurz nach dem 0:2 folgte Obererthals beste Phase mit der Doppelchance von Michael Strassheim, dessen Ball auf der Linie geklärt wurde, und Luca Biemüller, dessen Kopfball übers Tor segelte.

FC Untererthal - SC Diebach 1:1 (0:1). Tore: 0:1 Daniel Schaub (15.), 1:1 Niklas Gerlach (54.). Gelb-Rot: Konstantin Füller (Diebach, 49.). Bes. Vorkommnis: Benedikt Hüfner (Untererthal) scheitert mit Foulelfmeter an Michael Leiber (38.).
250 Zuschauer mussten ihr Erscheinen zum Derby der beiden Kreisliga-Absteiger nicht bereuen. Und staunten zunächst, dass beim Gast SC-Trainer Michael Leiber zwischen den Pfosten stand - und kurz vor der Halbzeit seine Aufstellung rechtfertigte mit einem parierten Strafstoß. Die Frankonen gingen in Führung, als Daniel Schaub im dritten Versuch einlochte nach den vergebenen Chancen von Aldin Dzafic und Patrick Schmähling. Es folgten erste Tumulte, weil Michael Mathes im Laufduell Untererthals Lukas Tartler mit dem Ellenbogen bearbeitet haben soll, was nicht geahndet wurde. Dann zückte der Referee laut Leiber "fälschlicherweise gegen Konstantin Füller die gelbe Karte, obwohl Rene Stadler das Foul begangen hatte". Dies sollte sich gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs auswirken, als Füller nach Foul die Ampelkarte sah. Als die Gäste nach einer Attacke an Felix Fella den Pfiff des Unparteiischen erwarteten und quasi den Spielbetrieb einstellten, erzielte Niklas Gerlach den Ausgleich. In Überzahl dominierten die Gastgeber zunächst das Geschehen, scheiterten zweimal in günstiger Position an Leiber, verloren Mathias Tartler wegen einer Knieverletzung und hatten in der Schlussphase Glück, dass Dzafic und Schmähling zwei gute Möglichkeiten versemmelten. sbp

DJK Weichtungen - VfB Burglauer 2:2 (1:0). Tore:
1:0 Fabian Eußner (44.), 2:0 Stefan Denner (55., Foulelfmeter), 2:1 Konstantin Back (76.), 2:2 Jan Schneider (77.). Gelb-Rot: Jan Schneider (90.+1, Burglauer).
Ein Remis gegen ein gestandenes Kreisklassen-Team ist so schlecht nicht für einen Aufsteiger. Aber dennoch sprach Carsten Dietz hernach von zwei verlorenen Punkten für seine Elf. "Mit dem Unentschieden darf sich Burglauer wirklich glücklich schätzen", sagte jedenfalls der DJK-Abteilungsleiter. Und hatte für diese Aussage natürlich auch konkrete Belege. Die Jugendkraft-Jungs hatten nach einer Stunde schließlich mit 2:0 geführt. Vorgelegt hatte Fabian Eußner per Kopf nach dem indirekten Freistoß an die Latte von Stefan Denner, der nach Foul von Patrick Wehner an Leon Kilian vom Kreidepunkt aus erhöhte. "Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Spiel klar im Griff und hätten angesichts weiterer Gelegenheiten für Stefan Denner und Pascal Seufert eigentlich höher führen müssen." Stattdessen fand Burglauer, das eigentlich nur bei Standards offensive Gefahr versprühte, per Doppelschlag zurück in die Partie. Als ein DJK-Verteidiger am Ball vorbeigrätschte, gelang Konstantin Back der Anschluss, Augenblicke später traf Jan Schneider nach einem langen Ball zum Endstand. js

TSV Aubstadt II - FC Rottershausen 4:2 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Julian Grell (19., 28.), 2:1 Johannes Kanz (54.), 3:1 Jakob Rat (74.), 3:2 Michael Neeb (88.), 4:2 Julian Grell (90.+4, Foulelfmeter).
Julian Grell, Patrick Kirsten und Steffen Schmidt aus dem Bayernliga-Kader verstärkten die Truppe von Spielertrainer Matthias Gerhardt, der seit langer Zeit wieder einmal zusammen mit seinem Bruder Thomas in einer Mannschaft spielte. Und diese war stark genug, um für einen verdienten, aber keineswegs leicht heraus gespielten Auftaktsieg zu sorgen. Matze Gerhardts ehemalige Mannschaft war bis in die letzte Minute ein starker Gegner, der ganz nahe an einem Unentschieden war. Den entscheidenden Unterschied machte Julian Grell. Der Spieler und Assistenztrainer aus dem Francic-Kader traf insgesamt drei Mal ins Netz, besorgte durch zwei feine Einzelleistungen in der entscheidenden Phase des Angriffszugs die Sicherheit bringende 2:0-Führung. Und als es die Gäste mit dem 2:3 durch Michael Neeb noch einmal spannend machten, da erzwang Grell in der vierten Nachspielminute die endgültige Entscheidung. Er nötigte seinem Gegenspieler ein Strafraum-Foul ab und verwandelte auch selber den Elfer zum 4:2-Endstand. rus